Werbach

Fechter-Ehrung Sportler von „Future Fencing“ wurden im Rahmen einer Feierstunde in Werbach ausgezeichnet

Sie sind Aushängeschilder von Werbach

Archivartikel

Mit einer Feierstunde im Rathaus beging die Gemeinde Werbach am Montag ihr 25-jähriges Jubiläum als Fechtstandort. Dabei wurden auch erfolgreiche Sportler geehrt.

Werbach. Im Zuge der Festlichkeit zum 25-jährigen Bestehen des Fechtclubs „Future Fencing“ wurden mit Leonie Ebert, Anne Sauer, Carolin Golubytskyi und Björn Hübner-Fehrer vier der Elite-Fechter des hiesigen Fechtclubs für ihre Erfolge ausgezeichnet. „Sie sind Aushängeschilder von Werbach“, begrüßte Bürgermeister Ottmar Dürr die Athleten. „Sie repräsentieren die Gemeinde durch Spitzenleistungen und machen sie weit über ihre Grenzen hinaus bekannt“, so der Rathauschef.

Auch auf die Wurzeln des Fechtsports in Werbach kam Dürr zu sprechen. Diese sind untrennbar mit dem Namen Emil Beck verbunden. Dieser habe vor 25 Jahren die Vision gehabt, dass die Kommunen rund um Tauberbischofsheim eine entscheidende Säule des Fechtsports sein sollten. „Und er sollte mit dieser Idee Recht haben“, betonte der Bürgermeister.

Dass das Thema Sport auch für den Landkreis wichtig ist, hob Erster Landesbeamter Christoph Schauder in seinem Grußwort hervor. „Wir wollen ein verlässlicher Partner für Sport, Verein und Ehrenamt sein“, so Schauder. Ein Beispiel hierfür sei, dass der Kreis jährlich freiwillig rund 75 000 Euro in den Jugendsport investiere. „Wir sind einer der wenigen Kreise in Baden-Württemberg, die das machen“, sagte Schauder.

Selbstverständlich war der Erste Landesbeamte zu dem feierlichen Anlass nicht mit leeren Händen gekommen.

Im Namen des Landkreises überreichte er einen Scheck an Rita König, Vorsitzende des Werbacher Fechtclubs „Future Fencing“.

Dieter Lammer, Vizepräsident des Deutschen Fechter-Bundes, zeigte sich überzeugt, dass die Fechter bei „Future Fencing“ in Werbach eine gute Heimat gefunden haben, um sich auf die anstehenden Aufgaben vorzubereiten. Dies seien vor allem die Olympischen Spiele 2020 in Tokio.

Ein Lob sprach ebenso Matthias Götzelmann, Vorsitzender des Sportkreises Tauberbischofsheim, den Sportlern und dem Verein aus. Auch er hatte einen Scheck als Präsent dabei, den er im Namen des Badischen Sportbundes überreichte.

Anschließend stand dann der wichtigste Programmpunkt des Abends an, die Ehrung der Sportler durch Rita König. Den Anfang machte Anne Sauer. „Ihre letzte Saison war geprägt von Verletzungen“, berichtete König. Dennoch habe Sauer in ihrem Trainingsfleiß nie nachgelassen.

Einige Erfolge konnte die Fechterin trotz Verletzungspech in der Saison 2018/2019 dennoch verbuchen. So holte sie zum Beispiel bei den Deutschen Meisterschaften in Düsseldorf den Titel mit der Mannschaft. Einen großen Schritt nach vorne hat Leonie Ebert gemacht. „Sie hat ihre Zeit im Juniorenbereich endgültig abgeschlossen und ist zu einer Weltklasse-Fechterin geworden“, unterstrich die Vereinsvorsitzende. Die 20-Jährige gehört zur Top 10 der Weltrangliste und hat in der abgelaufenen Saison unter anderen die Deutsche Meisterschaft im Einzel und im Team gewonnen sowie Platz zwei beim Weltcup im polnischen Kattowitz geholt.

Bei Carolin Golubytskyi haben sich hingegen die Prioritäten ein wenig verschoben, seit sie Mitte des vergangenen Jahres Mutter geworden ist, wie Rita König anmerkte.

„Das Feuer brennt aber immer noch voll in ihr“, so die Chefin von „Future Fencing“, weshalb Carolin Golubytskyi weiterhin ihre vierte Olympia-Teilnahme anstrebt.

Mit einem dreifachen Leistenbruch hatte zu Saisonbeginn Björn Hübner-Fehrer zu kämpfen.

Am Ende der Saison stand für den Werbacher Säbelfechter aber dennoch Platz zwei bei den Deutschen Meisterschaften, der EM-Titel mit der Mannschaft und zudem der vierte Platz mit der Mannschaft bei der Weltmeisterschaft in Budapest zu Buche.

„Man spürt seinen Ehrgeiz, es allen nochmals zu zeigen“, so König. Die Vereinsvorsitzende hat in der abgelaufenen Saison übrigens auch selbst aktiv ins Geschehen eingegriffen.

Bei den Deutschen Meisterschaften gab die 42-Jährige ein überraschendes Comeback und gewann mit der Florett-Mannschaft den Titel.