Werbach

Gemeinde Werbach Bereich Bildung und die Verbesserung der Infrastruktur waren 2020 Investitionsschwerpunkte / Weitere Projekte geplant

Noch besser für die Zukunft gerüstet

Archivartikel

Investitionsschwerpunkte in der Gemeinde Werbach waren 2020 der Bereich Bildung und die Verbesserung der Infrastruktur. Das erklärte Bürgermeister Ottmar Dürr im Gespräch mit den FN.

Werbach. Der Rathaus-Chef betonte in seinem Jahresrückblick im Rathaus einleitend: „Das Jahr 2020 war geprägt von großen Herausforderungen und großen Einschränkungen. Trotz der Corona-Pandemie ist es uns gemeinsam gelungen, auch in diesem Jahr mit der Umsetzung zahlreicher Maßnahmen unsere Gemeinde ein Stück weiter zukunftsfähig zu machen.“ Dürr band in sein Fazit Gemeinderat, Verwaltung, Bauhof und Ortsvorsteher ebenso ein wie die Bürger.

Viel investiert

Als größte laufende Baumaßnahme nannte Dürr die Generalsanierung des Aubwegs in Wenkheim mit der Schaffung von neun Bauplätzen im Wohngebiet „Innere Aub“. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund eine Million Euro.

Viel investiert werde auch in den Bildungscampus in Werbach, der nach der Vollendung ein „Leuchtturmprojekt“ in der Bildungslandschaft des Main-Tauber-Kreises sein werde.

Bereits fertiggestellt sei die Mensa, in der Umbauphase befänden sich die Ganztagsgrundschule sowie die Kreativwerkstatt. Der Gemeinderat habe grünes Licht für den Laubengang zwischen Mensa und Schule im Rahmen der Neugestaltung des Außengeländes gegeben.

Im Ortsteil Werbach, so Dürr, sei der Zugang zur Pfarrkirche St. Martin über den „Baumgarten“ neu gestaltet worden. Dort habe im Rahmen der Stadtsanierung das Grundstück Hauptstraße 36 eine Neuordnung erfahren.

Gegenüber dem Gasthaus „Zum Ochsen“ wurde ein öffentlicher Parkplatz, im Friedhof ein Baumurnengrabfeld angelegt. In Niklashausen konnte mit Hilfe des EU-Förderprogramms „Leader“ der Bolzplatz neu gestaltet werden. In Gamburg erfolgte die Dacherneuerung an der Bgm.-Alois-Lang-Halle (Kosten: 30 000 Euro).

Welzbach gesichert

Beim Thema „Biber“ sei die Gemeinde immer wieder gefordert, betonte Dürr. So habe man am Dorfgemeinschaftshaus in Werbachhausen die Sicherung des Welzbachufers mittels Blocksatz vorgenommen. In den Ortsteilen sei begonnen worden, die Straßenbeleuchtung auf umweltfreundlichere LED-Technik umzurüsten. Neben den genannten Investitionen, ergänzte der Bürgermeister, sei in allen Ortsteilen eine Vielzahl von Unterhaltungsmaßnahmen erfolgt.

In seinem Ausblick auf das Jahr 2021 nannte der Bürgermeister verschiedene Schwerpunkte. Weil die Nachfrage nach Bauplätzen ungebrochen hoch sei, habe man 2020 über die Erstellung des Bebauungsplans „Oberes Tor links der Straße III“ in Werbach die Grundlage für 26 neue Bauplätze geschaffen.

„Campus Werbach“

Auf dem „Campus Werbach“, so Dürr weiter, arbeite man mit Hochdruck an der Umgestaltung der ehemaligen Werkreal- zur Ganztagsgrundschule. Diese werde zum Schuljahr 2021/2022 in Betrieb gehen. Im Haushaltsplan für 2021 sei Geld für die Umwandlung der dann frei werdenden Welzbachgrundschule in Wenkheim in einen Kindergarten vorgesehen. Ein weiteres Augenmerk liege auf der Sanierung der Bahnhofstraße in Gamburg.

Zur Sicherung der Trinkwasserversorgung würden zahlreiche Maßnahmen im Zweckverband Wasserversorgung „Mittlere Tauber“ fortgeführt, erklärte Dürr.

Für die Gemeinde Werbach liege der Schwerpunkt auf der Eigenmaßnahme „Errichtung des neuen Hochbehälters“. Die Gesamtinvestition betrage etwa eine Million Euro. Vom Land Baden-Württemberg gebe es Fördermittel in Höhe von 746 000 Euro.

„Gemeinsam sind wir stark“: Getreu diesem Motto würdigte Dürr den Gemeinderat, die Ortsvorsteher und Ortschaftsräte für die konstruktive Zusammenarbeit. Anerkennung sprach er auch den Vereinen, Organisationen und Bürgern für deren geleistete Arbeit aus. Dürr: „Unsere Vereine sind der Kitt unserer aktiven und lebendigen Dorfgemeinschaften.“

Der Rathaus-Chef sprach von einem „hohen Verantwortungsbewusstsein und gelebter Solidarität“ seitens der Bürger beim Umgang mit der außergewöhnlichen Situation aufgrund der Corona-Pandemie. Ihm selbst wie auch anderen, so Dürr, fehlten die Begegnungen mit den Bürgern sowie das direkte Gespräch. Er vertraue darauf, dass die Impfungen und anderen Maßnahmen so bald wie möglich zu einer gewissen Normalität im täglichen Leben führen werden.