Werbach

„Blaue Jungs“ Vorweihnachtliche Bescherung für das Kinderhospiz „Sternenzelt“ in Marktheidenfeld

Große Freude über Spende in Höhe von 2000 Euro

Archivartikel

Niklashausen/Höhefeld.Seit über zehn Jahren pflegen die „Blauen Jungs“ Brauchtum und heimatliches Liedgut, indem sie vorwiegend zum Wirtshaussingen in Gaststätten, Bürgerhäuser, bei Sänger- und Musikantentreffen und beim Fränkischen Abend aufrufen und großen Erfolg durch treue Besucher und durch Sänger und Musikanten haben und viele Menschen erfreuen.

Sieben gestandene Männer um Hermann Wagner, Werner „King“ Eirich als Akkordeonspieler und Werner Müller an der Gitarre, Franz Störger, Josef Nachtmann, Walter Holzhäuser und Heinz Matschiner kommen aus Altfeld, Bettingen, Zimmern, Dertingen und Glashofen und haben ein gemeinsames Hobby: Die Pflege von Heimat und Volkslied und gemeinsame Wanderungen im Spessart.

Zu ihren Terminen beim Wirtshaussingen bringen sie Liederbücher mit Gema-freien Liedern mit, die Gäste dürfen sich Lieder daraus wünschen, die die „Blauen Jungs“ musikalisch und gesanglich untermalen, und alle Gäste, meist zwischen 40 und 80 Menschen, singen kräftig mit.

Im laufenden Jahr sind sie zum Beispiel in Dertingen, Zimmern, Urspringen, Sonderriet, im Forsthaus Sylvan, in Altfeld, Höhefeld, Ansbach, Haßfurt und bei einem Räuberüberfall im Spessart aufgetreten und im Sommer auch in Niklashausen beim Seniorenkreis Niklashausen/Höhefeld, wo ebenfalls froh und kräftig mitgesungen wurde und neben der „Hutsammlung“ auch eine zusätzliche Spende des Seniorenkreises zu einem beachtlichen Ergebnis führte.

Die Einnahmen aus den jeweiligen Hutsammlungen wollen die „Blauen Jungs“ nicht behalten und spenden sie deshalb an Menschen, denen es nicht so gut geht, erklärte Heinz Matschiner bei seiner Begrüßung im Gasthaus „Zum Hirschen“.

2010 erfolgte die erste Spende an die Station Regenbogen in Würzburg, danach immer an das Kinderhospiz „Sternenzelt“ Mainfranken in Marktheidenfeld.

Von dort war am Donnerstag Sonja Klein in den Werbacher Teilort Niklashausen gekommen. Sie stellte den gemeinnützigen, selbstlosen und konfessionell ungebundenen Verein vor. Der ambulante Dienst unterstütze und begleite lebensbedrohlich oder lebensverkürzt erkrankte Kinder und Jugendliche und ihre Familien ab Diagnosestellung und über den Tod hinaus durch speziell geschulte Fachkräfte. Die Familienbegleiter seien überwiegend ehrenamtlich tätig, für das erkrankte Kind da, unternehmen etwas mit Geschwisterkindern, beraten und helfen bei Fragen und Anträgen und vieles mehr.

Der Wunsch, ein stationäres Kinderhospiz zu bauen, sei aus Kostengründen nicht verwirklicht werden. Nun sei in Bamberg ein solches geplant, das auch vom Verein unterstützt würde.

Bei der anschließenden Spendenübergabe überreichten die „Blauen Jungs“ stattliche 2000 Euro an Sonja Klein.

Damit haben sie nun seit Beginn ihres Wirkens sage und schreibe 11 400 Euro gespendet. Klein bedankte sich im Namen des Kinderhospizes „Sternenzelt“ für die große Spende.

Nachdem auch die Verantwortlichen des Seniorenkreises Niklashausen/Höhefeld dazu gekommen waren, spielten die „Blauen Jungs“ natürlich noch viele weitere Lieder und erfreuten wieder einmal die Gäste. madü