Werbach

Sitzung des Gemeinderates Das Neubrunner Gremium hatte wieder eine umfangreiche Tagesordnung abzuarbeiten

Gewerke für Sanierung der Frankenlandhalle ausgeschrieben

Archivartikel

Neubrunn.Eine umfangreiche Tagesordnung hatte der Neubrunner Gemeinderat in seiner Sitzung zu bewältigen.

Für die Aufstellung des Bebauungsplans „Turnhalle West“ in Neubrunn im beschleunigten Verfahren trug H. Beil vom Büro Dietz die Anregungen und Bedenken aus der Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange vor und verlas die Abwägungsvorschläge der Gemeinde. Dann beauftragte der Rat die Verwaltung, die öffentliche Auslegung und Beteiligung der Behörden vorzunehmen.

Mit dem Beschluss der Bebauungsplanaufstellung „Turnhalle West“ muss auch der Flächennutzungsplan des Markts Neubrunn berichtigt werden. Die Räte beschlossen, die Berichtigung der Aufstellung des Bebauungsplans öffentlich auszulegen.

Der Gemeinde liegt eine Nutzungsänderung für ein Anwesen auf Gemarkung Neubrunn vor. Die sich auf dem Grundstück befindende Lagerhalle soll als Kfz-Werkstatt umgenutzt werden. Der Gemeinderat stimmte der Nutzungsänderung zu.

Der Markt Neubrunn wurde zur Stellungnahme zur Änderung des Flächennutzungsplans 89 der Stadt Wertheim sowie zur ersten Teiländerung des Bebauungsplans „Gewerbe- und Sondergebiet Almosenberg“ für den Bereich „McDonald’s“ gebeten. Der Gemeinderat beschloss, wie bereits bei der förmlichen Beteiligung, keine Anregungen und Bedenken vorzutragen.

Stellungnahme erwünscht

Die Gemeinde Neubrunn soll eine Stellungnahme zur 18. Änderung des Regionalplans Heilbronn-Franken 2020 und hier zur Weiterentwicklung der Schwerpunkte für Industrie, Gewerbe und Dienstleistungseinrichtungen abgeben. Maßgeblich für die Region Würzburg ist der unter TBB 11 Wertheim-Bettingen/Wertheim-Dertingen geführte Standort. Hier ist beabsichtigt, die vorhandene Fläche um 19,7 Hektar zu erweitern. Der Gemeinderat beschloss hinsichtlich der Konzentration und der damit verbundenen verkehrlichen Belastung, Bedenken zu erheben. Weitere Bedenken werden hinsichtlich des Abzugs und der Verlagerung von Gewerbetreibenden aus der Region erhoben.

Nachdem die Bebauungspläne „Kirchenberg“ und „Erweiterung Kirchenberg“ rechtskräftig sind, ist eine Anpassung des Flächennutzungsplans des Markts Neubrunn nötig. Die Räte beschlossen die fünfte Änderung des Flächennutzungsplans und die öffentliche Auslegung.

Für die Errichtung von barrierefreien Bushaltestellen an der Ringstraße (Wü 11) wurden die Verkehrsflächenarbeiten öffentlich ausgeschrieben. Vier Firmen haben ihr Angebot abgegeben. Den Auftrag erhält die Firma Konrad Bau aus Lauda-Königshofen.

Für die Sanierung der Frankenlandhalle Böttigheim wurden verschiedene Gewerke ausgeschrieben. Für den Rohbau gingen drei Angebote ein. Den Zuschlag erhielt die Firma HS-Bau (Hammelburg). Bei vier Angeboten für das Gewerk Zimmererarbeiten geht der Auftrag an die Firma Grein (Böttigheim). Für die Dachdeckerarbeiten gaben vier Firmen ihr Angebot ab. Der Auftrag wurde ebenfalls an die Firma Grein vergeben. Für die Spenglerarbeiten gingen drei Angebote ein. Den Zuschlag bekommt die Firma Schlötter aus Neubrunn. Für das Gewerk technische Dämmung (Dämmung und Isolierung aller Heizungs- und Lüftungsrohre) wurde ein Angebot abgegeben. Die Firma ITW-Isoliertechnik Würzburg (Uettingen) wurde mit den Arbeiten beauftragt. Auch für das Gewerk Elektro ging nur ein Angebot ein. Den Auftrag führt die Firma Meyer (Uettingen) aus. Für die Blitzschutzanlagen gab es zwei Angebote. Den Zuschlag erhielt die Firma Meyer. Für die Heizung, Lüftung, Sanitär gingen keine Angebote ein. Die Abbrucharbeiten für diese Gewerke wurden nochmals beschränkt ausgeschrieben. Der Gemeinderat beschloss, für die Installationsarbeiten im Bereich Heizung, Lüftung, Sanitär nochmals eine beschränkte Ausschreibung vorzunehmen.

Zur Erneuerung der Zaunanlage Kindergarten Rasselbande in Böttigheim wurden vier Firmen an der Ausschreibung beteiligt und drei Angebote abgegeben. Den Auftrag erhält die Firma Würzburger Zaunbau.

Nach dem Beschluss vor der Sommerpause hat die Verwaltung die Anschaffung eines Rückeanhängers ausgeschrieben. Drei Angebote gingen ein. Der Anhänger wird bei der Firma Schmidt Landmaschinen aus Wenkheim beschafft.

In der Sitzung vor der Sommerpause befasste sich das Gremium mit den Gebühren für Schankerlaubnisse. Diese werden hälftig erlassen, wenn sie einem wohltätigen Zweck dienen. Daher beschlossen die Räte, den Vereinen beim Michaelismarkt die Gebühr für die Schankerlaubnis hälftig zu erlassen.

Der Freistaat Bayern unterstützt Kommunen mit einem Sonderprogramm bei der Sanierung von Schwimmbädern. Förderfähig sind nur Becken, die sich zum Schwimmen eignen und mehr als 60 Zentimeter tief sind, sowie die dem Badebetrieb zugeordneten Umkleiden, Duschbereiche, WC-Anlagen und Technikbereiche. Nicht förderfähig sind Sauna- und Gastronomiebereiche, Rutschenanlagen, Sprungtürme, reine Sprungbecken, Wellenbecken oder ähnliches sowie Planschbecken. Ebenso nicht förderfähig sind Grunderwerbe. Der Fördersatz beträgt im Durchschnitt 25 Prozent. Die Bagatellgrenze für Förderungen liegt bei 100 000 Euro förderfähigen Kosten. Zudem wäre die Hinzuziehung eines Ingenieur- Büros nötig, das die Planungsleistungen bis Phase drei samt Kostenberechnung erstellen müsste (rund 40 Prozent der Baukosten).

Weitere Bereiche nötig

Die dringend notwendigen Dachsanierungen im Bad allein erreichen diese Bagatellgrenze nicht. Hier müssten noch andere Bereiche wie die Sanierung der Sanitäranlagen an sich und weitere Maßnahmen als Gesamtpaket geschnürt werden. Da die Kosten für den Planer die Kosten für die Förderung übersteigen würden, beschloss der Rat, nicht am Sonderprogramm teilzunehmen und die restlichen Maßnahmen nach und nach umzusetzen.

Der Bürgermeister gab bekannt, dass für die Sanierung der Stadtmauer die Genehmigungen des Denkmalamts und des Bezirks vorliegen und mit der Ausschreibung begonnen werden kann. Für die Sanierung der Friedhofsmauer fehlt noch eine Genehmigung. ank