Werbach

Neujahrsempfang der Gemeinde Bürgermeister Ottmar Dürr blickte mit Zuversicht auf 2020 / Den Herausforderungen stellen

Gemeinsam an der Zukunft weiter bauen

Beim sehr gut besuchten Neujahrsempfang der Gemeinde Werbach appellierte Bürgermeister Ottmar Dürr, den erfolgreich eingeschlagenen Weg gemeinsam fortzusetzen.

Werbach. „Gemeinsam haben wir viel erreicht, gemeinsam werden wir fortfahren, an der Zukunft der Gemeinde Werbach zu bauen. In diesem Sinne schlage ich vor: Packen wir es an. Das neue Jahr kann kommen.“ Mit diesem Appell zu Mut und Gemeinsamkeit wünschte Bürgermeister Ottmar Dürr beim Neujahrsempfang der Gemeinde Werbach am Sonntagabend in der Turnhalle in Wenkheim allen Besuchern und Bürgern der Kommune für 2020 Gesundheit, Schaffenkraft und viel Freude.

„Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ein Erfolg.“ Mit diesem Zitat des amerikanischen Industriellen Henry Ford hatte Bürgermeister Dürr die zahleichen Bürger und Vertreter aus dem öffentlichen Leben zu Beginn begrüßt. Denn mit ihrem Kommen setzten sie „ein starkes Zeichen der Verbundenheit mit der Gemeinde Werbach“. Deshalb sei er auch stolz und freue sich, mit rund 250 Gästen einen der besucherstärksten Neujahrsempfänge in seiner Amtszeit erleben zu dürfen, so Dürr.

Der Jahreswechsel sei auch immer ein Moment innezuhalten und zu fragen, wo man sich 2020 aktiv einbringen kann, damit es gut läuft. Aber auch zu fragen, „wie schaffe ich es, bekannte und unbekannte Fehler zu vermeiden“.

Nach einem Exkurs auf die Weltschlagzeilen 2019 wollte Dürr nicht verhehlen, was ihn 2019 besonders geärgert und „auf die Palme gebracht“ habe: „Dass wir immer noch viel zu leichtfertig mit unserem blauen Planeten umgehen“. Alleine könne niemand die Welt retten. Doch wenn viele Leute in vielen Orten viele kleine Dinge tun, könne sich das Gesicht der Welt verändern. Nachhaltigkeit mache auch vor ganz privaten Entscheidungen nicht halt.

Mit Blick auf die „Niederungen des Tauber- und Welzbachtals“ sagte Dürr, dass Werbach nach wie vor eine Kommune sei, „in der es sich gut leben und arbeiten, gut bauen und investieren lässt.“ Unter Berücksichtigung der finanziellen Rahmenbedingungen stehe man noch recht ordentlich da.

Angesichts der aufziehenden dunkleren Konjunkturwolken müsse man aber wohl den Gürtel enger schnallen. Dennoch habe man 2019 viele Projekte umgesetzt oder initiiert, die Lebensqualität für die Menschen verbessert und den Standort gestärkt.

Exemplarisch nannte Dürr die Übergabe der fünften Gruppe des Kinderhauses St. Martin in Werbach, die Generalsanierung der ehemaligen Werkrealschule und Einrichtung einer Ganztagesgrundschule oder die Übergabe der Unterrichtsräume für die Musikschule. Eingeleitet worden sei das Bebauungsplanverfahren „Obere Tor links der Straße II“. Neben der Eröffnung des Kulturwegs Niklashausen-Gamburg-Bronnbach-Höhefeld seien die Arbeiten im Wasserzweckverband „Mittlere Tauber“ fortgeführt und der Vertrag zur Errichtung von zwei Windkraftanlagen in Wenkheim unterzeichnet worden.

„Wir sind auf einem guten Weg, wir sind auf dem richtigen Weg“, konstatierte Bürgermeister Dürr. Ein Schwerpunkt der Bemühungen liege weiterhin auf der Bildung der Kinder. Ziel sei es, dass alle Kinder gut gefördert und viel lernen können und die Eltern Unterstützung erfahren, um Beruf und Familie verbinden zu können. „Deshalb investieren wir kontinuierlich in die Betreuung und Bildung und werden so dem Ruf einer kinder- und familienfreundlichen Kommune gerecht“, so Dürr. „Wenn wir jungen Menschen, jungen Familien Perspektiven bieten, dann hat unsere Kommune eine Zukunft.“ Man werde alles daran setzen, die Gemeinde erfolgreich weiter zu entwickeln. Dabei sei Werbach auch auf die finanzielle Unterstützung des Bundes und Landes angewiesen. Deshalb appellierte Dürr an die anwesenden Nina Warken, MdB, und Wolfgang Reinhart, CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag: „Seien Sie auch in Zukunft unser verlässlicher Partner. Wir bauen auf Sie.“ In diesem Zusammenhang dankte Dürr für die Erhöhung der Fördergelder zur Umsetzung des neuen Wasserwerks und den Ausbau der Breitbandverkabelung. Hier hätten alle an einem Strang gezogen.

Ein besonderes Anliegen war es Dürr, die Leistungen zu würdigen und öffentlich ins Bewusstsein zu rücken, was ehrenamtliche Tätigkeit für das Gemeinwesen und die Demokratie bedeutet. „Unsere ganze Gesellschaft kann nur so funktionieren, wie sie funktioniert, weil es ehrenamtlich Tätige in großer Zahl gibt. Sie beweisen Solidarität und Gemeinsinn und führen damit ein Stück gelebte Demokratie vor Augen“, betonte der Bürgermeister. Vieles von dem, was das Leben lebenswert und die Gemeinde Werbach für ihre Bewohner attraktiv mache, gehe auf das Engagement und die Initiative der Bürger zurück. In seine Anerkennung schloss Dürr alle Kommunalpolitiker, die Mitarbeiter der Verwaltung und die vielen Vereinsvertreter mit ein.

„In Werbach wird viel für die Bildung und Kinderbetreuung investiert, das ist gut angelegtes Geld, bescheinigte MdL Dr. Wolfgang Reinhart. Man sei auf einem erfolgreichen Weg, was die weitere Entwicklung anbelangt, verwies der Landtagsabgeordnete auf die Erhöhung der Mittel in diesem Bereich. Reinhart ging aber auch auf die allgemeinen Herausforderungen wie die weitere technologische Revolution, den Klimawandel oder die demografische Entwicklung ein. Nicht mit Aufgeregtheit dürfe man die Probleme angehen, sondern mit „Mut, Zuversicht und neuem Denken“.

Wie zuvor Reinhart, wünschte ebenso die Bundestagsabgeordnete Nina Warken auch im Namen von MdB Alois Gerig allen Glück, Gesundheit und Gottes Segen. Werbach mache sich fit für die Zukunft, das belegten die getätigten und geplanten Investitionen. Für die weiteren Projekte sagte Warken die Unterstützung zu. Sie hob das rege Vereinsleben in der Kommune hervor. Das sei Engagement für das Gemeinwohl, und dieses Engagement mache die Gemeinde lebens- und liebenswert.

Im Bundeshalt seien viele Förderprogramme für den Ländlichen Raum eingestellt worden, der nicht abgehängt werden dürfe. Man solle guten Mutes und mit Optimismus in die Zukunft blicken. Jeder sei mit seinem Engagement gefragt.

Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang mit gekonnten Beiträgen des Gesangvereins Eintracht Wenkheim unter der Leitung von Renate Seubert.