Werbach

Jahreshauptversammlung Der Angelsportverein Werbach zog Bilanz für das vergangene Vereinsjahr

Der Zustand des Welzbachs bereitet Sorgen

Werbach.Zur Hauptversammlung hatte der Angelsportverein aufgerufen. Die Zusammenkunft startete mit dem Totengedenken. Schriftführer Emil Spinner verlas anschließend das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung.

Wamser begann nun den Tätigkeitsbericht des Vorstandes. Im Frühjahr hatte die Tauberfischereigenossenschaft auf ihre Kosten Bachforellenbrütlinge und Äschensetzlinge eingesetzt. Der Verein hatte zusätzlich Karpfen, Bachforellen und im Oktober Barsche besetzt. Im Frühjahr war ein Abschnitt des Baches gereinigt worden. Erfreulich sei, dass in den letzten Jahren vermehrt Bachforellen im Welzbach gefangen worden seien.

Wamser beklagte den Zustand des zunehmend unbefischbaren Welzbachs, der dank des Bibers nur mehr eine Ansammlung von Tümpeln sei. Die Neuverpachtung stehe an und er appellierte an die Gemeinde, diesen Zustand zu berücksichtigen. Langjährige Bachangler hätten zuletzt keine Jahreskarte mehr erworben. Dieses Geld fehle dem Verein. Weiter hatte man sich mit der Gewässerreinigung am „Tag der Umwelt“ beteiligt. An Vereinsangeln waren das Anangeln, das Aalangeln, das Pokalangeln, das Raubfischangeln sowie das Abangeln zu nennen.

Beim Aalangeln habe sich gezeigt, dass der Aalbesatz der Tauberfischereigenossenschaft erfolgreich sei. Das Fischerfest Ende Juni war am Samstagabend gut besucht, am Sonntag machte sich jedoch die Hitzewelle bemerkbar. Das Ergebnis war aber zufriedenstellend. Wamser machte einmal mehr deutlich, wie wichtig das Fest in finanzieller Hinsicht sei. Der Verein habe viele Fixkosten. Dafür sei das Fest nötig, da schließlich kaum einer bereit sei, dass Doppelte für seine Jahreskarte zu bezahlen. Allerdings seien die Organisation eines solch Festes sowie auch die anderen zu bewältigenden Aufgaben eine hohe Belastung für den überalterten Vorstand, der gerade bei diesem Fest mehrfach an ihre Grenzen gegangen sei. Wenn sich nichts ändere, sei das Fest in absehbarer Zeit nicht mehr zu stemmen.

In diesem Zusammenhang erinnerte er an die anstehenden Neuwahlen im kommenden Jahr. Wamser dankte vor allem den nicht aktiven Mitgliedern und den Familien für ihre Unterstützung.

Dann stand der Kassenbericht auf dem Programm, den Willi Fürter vortrug. Auch er machte deutlich, dass Gewässerpacht und Fischbesatz die größten Ausgabenposten seien und man an diesen nichts ändern könne.

Die finanzielle Lage sei jedoch in Ordnung und man könne dank des Fischerfestes in diesem Jahr ein Plus verzeichnen.

Werner Meder und Philipp Bopp bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung.

Im Anschluss sprach Bürgermeister Ottmar Dürr Grußworte. Er dankte dem Verein für die geleistete Arbeit, hob das Fischerfest heraus und ging auf die Biberproblematik ein, an der sich jedoch in absehbarer Zeit nichts ändern werde. Das Problem der Überalterung in Vereinen ziehe sich durch viele Vereine im ganzen Land, die Freizeitgestaltung habe sich stark verändert. Er beantragte die Entlastung, die einstimmig gewährt wurde.

Anschließend übernahm Erich Meyer das Wort. Er ehrte Marcel Rauch und Marcel Dietl für zehnjährige Mitgliedschaft und nahm die Ehrung der Vereinsmeister vor. Das Anangeln hatte Adolf Schmidt ebenso wie das Pokal- und das Abangeln für sich entschieden. Aalpokalsieger war Philipp Bopp. Beim Raubfischangeln sei 2019 kein Raubfisch gefangen worden. So war es wenig verwunderlich, dass der Adolf Schmidt auch erster Vereinsmeister wurde, zweiter und dritter wurden Emil Spinner und Dr. Thomas Mohr.

Im Anschluss sprach Ortsvorsteherin Birgit Hörner Grußworte. Sie dankte für die Unterstützung bei der Aktion saubere Landschaft und hoffte, dass das Fischerfest noch lange veranstaltet werden könne, damit man auch weiterhin alle paar Jahre die Möglichkeit habe, in der Gegend so leckeren Fisch zu essen.

Der Punkt Wünsche und Anträge wurde von einer weiteren Diskussion über den Zustand des Welzbachs dominiert. Für alle Beteiligten unverständlich blieb, was aus dem Bach geworden sei, nachdem vor einigen Jahren von der Politik noch viel Geld für Fischtreppen und das Wiederherstellen der Durchgängigkeit in die Hand genommen worden war.