Werbach

Kooperation Welzbach-Grundschule sowie Obst- und Gartenbauverein arbeiteten zusammen

2400 Liter Apfelsaft sind Lohn

Wenkheim.Mit großen Einsatz sammelten die Mädchen und Jungen der Welzbach-Grundschule mit Unterstützung von Eltern und Großeltern fast vier Tonnen Äpfel ein, die auf den Streuobstwiesen des Obst- und Gartenbauvereins Wenkheim erntereif waren. Danach wurden sie zu Apfelsaft verarbeitet.

Zunächst zeigte Vereinsmitglied Tobias Hornung den Kindern alte Apfelsorten wie Goldparmäne, Winterrambur und Brettacher. Dabei verwies er auch darauf, wie gesund der Verzehr von Äpfeln ist.

Bei den jüngeren Sorten jedoch, so Hornung, seien Polyphenole fast völlig herausgezüchtet worden, weil sie Äpfel sauer machen und schneller braun werden lassen. Denn für Supermärkte und viele Konsumenten stehe ein gutes Aussehen der Äpfel an erster Stelle, bedauerte Hornung. Polyphenole schützen einen Apfel vor Insekten- und Pilzbefall. Wachse dieser in einer steril gehaltenen Plantage und werde zudem gespritzt, müsse er nur wenige bis gar keine Polyphenole bilden. Schließlich sei dann ein Selbstschutz nicht nötig. Anders sehe es bei alten Apfelsorten aus, die häufig auf Streuobstwiesen wachsen und sich selbst gegen äußere Einflüsse schützen müssen. Eine Anreicherung mit Polyphenolen, sich positiv auf die Gesundheit auswirkten, sei garantiert.

Nach all den Informationen wurden die Bäume geschüttelt und gute Äpfel ohne Fäulnis und Pilzbefall eingesammelt. Alexander Blatz fuhr das ungespritzte Obst zum Entsaften und Abfüllen in mit selbst gestalteten Etiketten versehenen Glasflaschen nach Gerchsheim. 2400 Liter eigens für die Schule hergestellter Apfelsaft waren Lohn der Mühe.

Die Kinder kosteten in der Schule den Saft. Auch wurden die Viertklässler als Sieger des Wettbewerbs „Wer findet den größten Apfel?“ gekürt. Der Apfelsaft wird nun nach Absprache in der Schule oder in Evelyns Frischemarkt in Wenkheim verkauft. Der Erlös kommt nach Angabe der Verantwortlichen dem Förderverein der Schule zugute. zug