Weikersheim

Bürgerversammlung in Laudenbach AMC-Halle voll besetzt / Raumsituation der Feuerwehr in der Zehntscheune hinterfragt / Rückblick auf ganzen Strauß an erfolgreichen Veranstaltungen

Zahlreiche wichtige Zukunfts-Projekte sind bereits im Fluss

Archivartikel

Laudenbach.Bei der Bürgerversammlung konnte Ortsvorsteher Martin Rüttler in der vollbesetzten AMC-Halle Bürgermeister Klaus Kornberger, Laudenbachs Stadträte Regina Hever und Josef Diemer, Laudenbachs Ortschaftsräte, Pfarrer Burkhard Keck sowie die Einwohner begrüßen. 2019 fanden insgesamt vier Sitzungen des Ortschaftsrats statt. Dabei wurden eine Vielzahl von Themen besprochen, diskutiert, verabschiedet und bei vielen Aktionen oft selbst mit angepackt.

Über die Aktivitäten des Weikersheimer Gemeinderats gab Regina Hever einen Bericht ab. Das Jahr war von vielfältigen und unterschiedlichsten Aufgaben bei den Sitzungen geprägt. Hervorzuheben waren besonders die 800 Jahr-Feiern in Elpersheim und in Honsbronn. Als Höhepunkt des Jahres könne die Eröffnung der Tauberphilharmonie bezeichnet werden. Zahlreiche weitere Projekte wurden angestoßen oder realisiert. „Die Stadt und der Stadtrat stehen für das neue Jahr vor großen Aufgabenstellungen und Herausforderungen“, so Hever.

Über die Geschehnisse in Laudenbach gab Ortsvorsteher Rüttler einen Rückblick als auch Ausblick bei seinem Gang durchs „Örtle“ anhand von Bildern. Vom adventlichen Generationennachmittag, Besuch der Sternsinger in der Ortschaftsverwaltung, dem Obstbaumschnittkurs im Rahmen der Obstbaupflanzaktion der Flurneuordnung sowie der kleinen Feier zu 20 Jahren Flurneuordnung Laudenbach/Haagen. Mit dem Besuch bei Freunden im polnischen Prusice wurde erneut die Freundschaft gepflegt und ausgebaut. Als kleinen Meilenstein bezeichnete Rüttler die neuen Räumlichkeiten der Ortschaftsverwaltung, die bei der Umzugssitzung im April übernommen wurden. Hell, freundlich, zentral und gut erreichbar. Weitere Maßnahmen wie die Modernisierung der Tonanlage in der Zehntscheune mit viel Eigenleistung, Sanierung der Erbsengasse, Austausch Wasserleitung Austraße, Reparatur Schachtdeckel in der Hergottstraße und mehr waren Aktivitäten sowohl im Kleinen als auch im Großen.

Zukunftswerkstatt aktiv

Stolz sind die Laudenbach auf Ihre neue Markelsheimer Weinkönigin Josefin I., die im Mai die Krone übernahm. Mit einem tollen Empfang wurde sie in Laudenbach begrüßt. Der neu gewählte Laudenbacher Ortschaftsrat hat sich zur konstituierenden Sitzung getroffen. Rüttler stellte dann noch notwendige Maßnahmen wie im Bereich der Leichenhalle, Brückensanierung zum Bahnhof, bzw. über den Bach als auch den Steiglesweg dar. Weitere große Themen für die Zukunft sind in Planung, bzw. Umsetzung wie das Lichtmanagement in der Zehntscheune, Sanierungsplan Zehntscheune unter dem Aspekt Feuerwehr, Küche und WC-Anlagen, Erstellung von Erholungseinrichtungen im Rahmen der Flurneuordnung, Konzepterstellung Innenentwicklung von Laudenbach, Fertigstellung Grillplatz Ghäuberg, Sanierung von Feldwegen, Umgestaltung Spielplatz sowie Errichtung einer Kneippanlage.

Für die Zukunftswerkstatt Laudenbach 2020 präsentierte Paul Mayser die Aktivitäten. Advents- und Osterbrunnen, Stelenaufstellung und Kellerkultour waren nur einige der durchgeführten Aktionen. Bei einem Workshop im Oktober „Wo stehen wir und wie geht‘s weiter“ mit Dr. Malburg-Graf wurde ein Rückblick über das bisher Geleistete dargestellt.

Im Wesentlichen drehte sich dabei jedoch der Blick in die Zukunft: Welche Themen und Herhausforderungen stehen für die Zukunftswerkstatt in der Zukunft im Fokus? Topthemen wie: Jugendliche und junge Erwachsene, Kommunikation, punktuelle Projektbeteiligung, Neubürger, Senioren und die Frage auf welche Herausforderungen muss sich Laudenbach bis zum Jahr 2030 einstellen, wurden in vier Arbeitsgruppen intensiv diskutiert. Bei einem weiteren Workshop am 28. November werden diese Themen vertieft besprochen.

Bürgermeister Klaus Kornberger würdigte die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Laudenbacher Ortschaftsrat sowie allen Bürgern. Laudenbach habe mit seiner Vereinsstruktur ein hohes Gut, das zeige sich auch durch ein vielseitiges Engagement.

Beim Tagesordnungspunkt „Fragen und Anregungen“ wurden Themen wie der Zustand der Brücke zur Zehntscheune, Zustand des „Grünstreifens“ in der Marienstraße, Verschmutzung der Weinbergswege, Zustand Parkplatz- und Stützmauersituation in der Mörikestraße, Wendeplatte Steinäckerstraße und mehr aufgegriffen.

„Falscher“ Wein in Philharmonie

Für Alexander Öchsner war ein zentraler Fragenpunkt die gesamte Raumsituation der Feuerwehr in der Zehntscheune. Er wies daraufhin, dass diese kein Zustand für die Zukunft sei und hier hoher Handlungsbedarf bestehe – was den Verantwortlichen klar sei, auch unter dem Aspekt der Küchen- und WC-Problematik. Für Kornberger ist die „Feuerwehr vor Ort wichtig und wird hochgehalten“. Auf die Frage nach dem Thema Neubaugebiet habe die Innenentwicklung von Laudenbach Priorität. Kritik wurde an dem Weinangebot in der Tauberphilharmonie geäußert. Es bestehe kein Verständnis, dass hier nicht Weine aus dem örtliche bzw. dem direkten, regionalen Umfeld angeboten würden. Pfarrer Keck sprach die Frage „Wie stellt sich Weikersheim mit seinen Ortschaften bis zum Jahr 2030 auf die Herausforderungen wie Umfeld, Mobilität, Infrastruktur, Situation ländlicher Raum, Senioren gerechtes Wohnen, Ökologie, Nachhaltigkeit, Digitales Arbeitsumfeld und mehr ein?“ Keck schlug einen Arbeitskreis vor, der sich mit Verantwortlichen der Stadtverwaltung und den Ortschaften Gedanken macht und Ideen entwickelt und Weichenstellungen für 2030 gibt. Man war sich einig, das ein Entwicklungskonzept fortgeschrieben werden müsse, man sich Gedanken um die Zukunft mache („Was brauchen wir, wo wollen wir hin?“) und daraus Schritte definiert werden müssten. pml