Weikersheim

Gemeinderat und Verwaltung bleiben im Arbeitsmodus Investitionen in die örtliche Infrastruktur und Pläne für Parkhaus

Weikersheim „brummt“ trotz Krise

Archivartikel

Weikersheim.Auch wenn „Corona“ fast alles überschattet und zum Stillstand gebracht hat (am wahrnehmbarsten durch das Ausfallen der Kärwe und über das Aus für zahlreiche Veranstaltungen in der Philharmonie) – in Weikersheim wurde trotzdem einiges „geschafft“: Eine weitere Kindergartengruppe wurde eröffnet, die Schulen wurden schon umständehalber für Homeschooling technisiert, Baugebiete wegen hoher Nachfrage angestoßen, zahlreiche Bauplätze verkauft, Technik im Hallenbad saniert. Baulicher Höhepunkt: die zeitgemäße Umgestaltung des Omnibusbahnhofs.

Doch auch das gab’s: Protest gegen den geplanten Abriss der Tauberbrücke in Elpersheim. Ein Teil der Einwohner will die Sanierung, weitere wiederum eine Bogenbrücke; Landwirte fordern in einer Traktor-Aktion eine Behelfsbrücke, wenn gebaut wird. Das Landratsamt bleibt bei den vom Kreistag beschlossenen Plänen.

Die finanziellen Auswirkungen der Pandemie-Krise sind derzeit auch für die Stadt Weikersheim noch nicht absehbar. In vorsichtigen, aber deutlichen Formulierungen haben Gemeinderäte zum Jahresschluss auf wahrscheinlich geringere Investitionsmöglichkeiten in den kommenden Jahren hingewiesen – und die wohl nötige Diskussion über die Neuverschuldungsquote. Gleichzeitig brachte der Gemeinderat – bei einigen Gegenstimmen – ein alt-neues Großprojekt in die „Pipeline“: Ein Altstadt-Parkhaus soll an der Friedrichstraße/Schulstraße über einen Architektenwettbewerb realisiert werden.

Bei allen Dämpfern und erschwerten Bedingungen in diesem Jahr: Gemeinderat und Verwaltung haben in ihren Sitzungen eine gute Figur gemacht, trotz Debatten vielfach geschlossen gehandelt. Das hatte auch Außenwirkung: Wenn sich Bürger, örtlich Beschäftigte und Arbeitgeber Sorgen über die berufliche Existenz machen müssen, dann tut es schon gut, wenn man ein „Lenkungsgremium“ hat, das so verlässlich wie möglich agiert und seine Entscheidungen auch entsprechend transportiert.

Auch an die Ortsteile ist 2020 vielfach gedacht worden: Taubertalhalle, Bauernhalle, Baumöglichkeiten, Wegemaßnahmen, um zusammenfassend nur einige zu nennen.

Anerkennung gab es im Weikersheimer Rat im Jahresverlauf mehrfach: Der „Corona“-Einsatz von zahlreichen Mitarbeitern in des sozialen Institutionen wurde einhellig gewürdigt – nicht zuletzt über ein besonderes Konzert in der Tauberphilharmonie, das in der „Zwischen-Lockdown-Zeit“ mit entsprechenden Abständen auch tatsächlich stattfinden konnte.