Weikersheim

Tauberländer Dorfmuseum Banner macht auf ehemaligen Kornbau aufmerksam / Beteiligte haben noch diverse Sicherheitsmaßnahmen zu klären

Verein peilt Öffnung am Pfingstwochenende an

Weikersheim.Touristen, die vom Parkplatz am Heiligen Wöhr kommen, sind oft vom ersten Blick auf den Marktplatz mit Brunnen, Rathaus, Kirche und Schlosseingang schwer beeindruckt. Da war bislang das Tauberländer Dorfmuseum leicht zu übersehen. Seit kurzem macht ein neues Werbebanner an der Rückseite des ehemaligen Kornbaus auf die einzigartige Sammlung ländlichen Kulturguts aufmerksam.

Sonderausstellung verschoben

Die wäre ohne die Corona-Pandemie längst wieder zu besichtigen. Aber, wie viele andere Vereine auch, tut sich auch die „Tauberfränkische Volkskultur“ schwer mit den Bedingungen, die das Virus geschaffen hat. Erst fiel der geplante Termin der Jahreshauptversammlung ins Wasser. Jetzt ringt der Verein um weitere für dieses Jahr geplante Veranstaltungen. Die eigentlich perfekt ins Coronajahr passende Sonderausstellung „Hygiene im Haus“, die am 19. Juni eröffnet werden sollte, ist eine davon: „Wir werden diese Ausstellung leider aufs nächste Jahr verschieben müssen“, teilt das Vorstandsteam mit. Es hoffe aber, zumindest die einzigartige Dauerausstellung ländlichen Kulturguts am Pfingstwochenende wieder zugänglich machen zu können.

Gibt noch Knackpunkte

Es gebe trotz bereits umgesetzter Maßnahmen – unter anderem sorgt eine Plexiglasbarriere im Kassenbereich für Sicherheit – noch einige Knackpunkte, die mit dem Ordnungsamt zu klären sind. Problematisch, so die Vorstandsvorsitzende Birgit Bulenda, sei etwa die schmale Treppe, die zu den Ausstellungsräumen im 1. und 2. Obergeschoss führt. Der Vorstand stimmt sich derzeit mit dem Ordnungsamt ab, um die Öffnung ab dem Pfingstwochenende zu ermöglichen. Noch unklar ist, wann die Jahreshauptversammlung nachgeholt werden kann: Hier bleibe die Entwicklung bezüglich der Tagungsmöglichkeiten abzuwarten. Auch für weitere in diesem Jahr geplante Aktionen bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt. Es wäre zu schade, wenn Corona auch die Kooperationsveranstaltung am 19. Juli mit der Musikschule Hohenlohe und dem Kirchenbezirk „Klingendes Dorfmuseum – Tönende Stadtkirche“ oder das Museumsfest am 20. September verhindern sollte. „Wir müssen weiter Geduld haben und abwarten“, so die Vorstandsvorsitzende, die die erzwungene Abwartezeit unter anderem für aufwändige Inventarisierungsarbeiten nutzt.

Auf jeden Fall werde der Verein am 25. Mai ab 14 Uhr Spinnweben und Winterstaub mit einer großen Putzaktion zu Leibe rücken, um das Museum für die hoffentlich mögliche Wiederöffnung zu Pfingsten vorbereiten. Mit Coronamasken ausgestattete Helfer sind gerne gesehen.