Weikersheim

Leserbrief Zu "Lebensräume der Mopsfledermaus bedroht?"

VerantwortungsloseFirmen

Als ich am 31. August den Artikel über die "Mopsfledermaus" las, wurde ich richtig wütend.

Wenn ich sogleich einen "Wutbürgerleserbrief" geschrieben hätte, wäre der nicht gedruckt worden. Zuerst will ich aber dem Redakteur Ralf Scherer für diesen Artikel danken. Ich verleihe ihm die Goldmedaille dafür.

Da wir uns alle im Wahlkampf befinden (wir als mündige Bürger), die Politiker dagegen bemüht sind, ihre Arbeit zum Wohle der Bürger wortreich zu gestalten, mache ich folgenden Vorschlag:

Die Entscheidung, wo und wieviel Windräder gebaut werden, entscheiden nicht mehr die Politiker und Lobbyisten usw., sondern mündige Bürger, welche ihre Heimat kennen, ihren Lebensraum schützen und die Natur für nachkommende Generationen zu erhalten. Dazu haben wir sogar eine ethische Verpflichtung.

Fakt ist: Wir brauchen Strom zu volksnahen Preisen und wir müssen die Optik unseres Lebensraums erhalten.

Künftig muss es so gehen: Wenn Windräder gebaut werden sollen und dabei festgestellt wird (nicht durch so genannte Sachverständige), dass Flora und Fauna dadurch Schaden nimmt, kann keine Genehmigung zum Bauen erteilt werden. Ganz einfach, ohne juristische Winkelzüge, fallen die Entscheidungen. Es muss auch geprüft werden, ob überhaupt der nötige Wind vorhanden ist, um das Windrad wirtschaftlich zu betreiben und - es wird nur der Strom bezahlt, der auch geliefert wird (eigentlich eine Selbstverständlichkeit).

Jetzt aber wieder zur Rarität Mopsfledermaus: Die Bundesrepublik Deutschland gibt Millionen aus, um den Biber, den Wolf, den Luchs usw., wieder anzusiedeln, das Arten sterben zu verhindern.

All diese Gesichtspunkte stört die Firma Zeag Energie AG nicht, die vier Windräder wollen die bauen. Gerade dort in diesem Gebiet ist diese Fledermaus zuhause, dass sie sich sogar vermehrt hat (eine echte Rarität), nimmt die Zeag zur Begründung zum Bau der Windräder.

Ein 51 Seiten umfassendes Fledermausgutachten hat die Firma vorgelegt.

Schämen tut sich hier niemand, aber dem Gutachter würde ich die Lizenz entziehen.

Dabei steht dieses Tierchen auf der Roten Liste für bedrohte Tierarten und ist von der Europäischen Union als streng zu schützende Art von gemeinschaftlichem Interesse eingestuft.

Nach meinem Wissensstand werden jährlich zirka 250 000 Fledermäuse aller Art in der Bundesrepublik Deutschland durch unsere Windkrafträder getötet.

Diese Firma Zeag handelt total verantwortungslos, gewissenlos, ohne Moral und Ethik - zeigen wir der Firma die rote Karte.