Weikersheim

Weikersheimer Gemeinderat Thema „Schwarzlichtparty“

Stadt nicht unter den Veranstaltern

Archivartikel

Weikersheim.Irgendwie ging wohl auf dem Flyer, mit dem der TSV und die Junge Union zur Schwarzlichtfete am 18. Januar in die Sporthalle einluden, etwas durcheinander: Da war auch die Stadt Weikersheim als Veranstalter genannt. Dem sei nicht so, stellte Bürgermeister Klaus Kornberger auf Nachfrage von Anja Lotz (SPD/UB) richtig.

Damit allein mochte sie sich nicht zufrieden geben und hakte nach: Wer für den Schutz der eigentlich für ganz andere Zwecke gedachten Räume sorge, wer auf den Jugendschutz, wie es bestellt sei um die Fluchtwegssituation, wie um die ordnungsgemäße schulische Nutzung am folgenden Montag – und ob die Veranstalter auch bei der Tauberphilharmonie nachgefragt hätten?

Die sei, so Kornberger knapp, für derartige Veranstaltung nicht geeignet. Für den Schutz der Räume sind die Veranstalter verantwortlich, die u.a. einen Schutzboden beschaffen werden. Notausgänge sind vorhanden und, so der Einwurf der von Rosemarie Spitzley (CDU), die Halle habe sich auch bei anderen Großveranstaltungen bewährt. Man sollte Jugendlichen die Chance zur nächsten Schwarzlichtparty geben, argumentierte ihr Fraktionskollege Peter Rösch. Nach der Veranstaltung sehe man, ob so etwas – ohnehin aufgrund der Belegung der Halle – wiederholbar sei, meldete sich Spitzlex erneut zu Wort. Ihr Kollege Norbert Beck erinnerte an die Definition von Intendant Mnich: Die Tauberphilharmonie sei „für alle, aber nicht für alles“. Anja Lotz ließ sich den Wind nicht aus den Segeln nehmen und konterte im Rückgriff auf frühere Debatten um den Neubau: „Aber wir wollten doch eigentlich genau eine Halle für Alle und Alles!“. Der Schlagabtausch unter „Verschiedenes“ macht deutlich: Auch wenn es Beifall für die Philharmonie gibt, gehört der Meinungsstreit nicht der Vergangenheit an. ibra