Weikersheim

Gymnasium Weikersheim Schauspiel der sechsten Klasse / Publikum wird in Darbietung einbezogen

„So ein Theater um die Energiewende“

Archivartikel

Weikersheim.Besondere Theatertage in Weikersheim: Ende Januar stand das Gymnasium ganz unter dem Motto „Abschalten – So ein Theater um die Energiewende“. Dies ist der Titel eines Projekts aus der Feder des freischaffenden Theatermachers Jean-Francois Drozak. Die Akteure des Stücks sind acht Sechstklässler, die gemeinsam mit Drozak das Thema Energiewende spielerisch aufbereiteten. Sie wurden im Vorfeld bei einem Casting ausgewählt und probten vor der Premiere am 30. Januar drei Tage lang intensiv.

„Briefe in die Vergangenheit“

Drozaks Theaterstück „Abschalten“ lehnt sich an das Buch „Briefe in die chinesische Vergangenheit“ von Herbert Rosendorfer an. Bei Drozak reist allerdings ein Japaner aus der Alten Welt per Zeitmaschine in die Gegenwart. Sein Auftrag ist, etwas abzuschalten. Er weiß aber leider nicht, was das bedeutet. Erst mit Hilfe einer freundlichen Richterin lernt er nach und nach die Bedeutung der Energie für die heutige Welt. Neben den jungen Akteuren auf der Bühne ist auf einer zweiten Handlungsebene das Publikum gefordert. Denn auch das Theaterstück selbst benötigt Energie, besonders, wenn es spannend wird.

Dann ruft ein Wissenschaftler etwa „Drei Kraftwerke!“‘ und Zuschauer treten heftig in die Pedale dreier Fahrrädern, die – symbolisch – Strom erzeugen. Umgekehrt gibt es auch Szenen, bei denen zu viel Energie vorhanden ist. Dann wird sie verkauft. „So haben wir doppelten Spaß – an der Handlung des Stücks und an der lockeren Wissensvermittlung darüber, wie das Energiesystem funktioniert“, erklärt Jean-Francois Drozak seinen Ansatz.

Das Gymnasium Weikersheim ist eine von vielen Kooperationsschulen des Jungen Theaters der Frankenfestspiele Röttingen. Über den professionellen Partner freute sich der Stromanbieter N-ergie, der gemeinsam mit dem Überlandwerk Schäftersheim und dem Jungen Theater der Frankenfestestpiele Röttingen das Projekt unterstützte. Die Aktiengesellschaft aus Nürnberg war auch an der Entwicklung des Stücks beteiligt. Jean-Francois Drozak traf sich im Vorfeld mit Ingenieuren des Energieversorgers. „Sie haben mir erklärt, vor welchen Herausforderungen sie täglich stehen und was im Stromnetz eigentlich passiert“, erläutert er. Diese Informationen hat er in sein Theaterstück einfließen lassen. pm