Weikersheim

Im Schloss Quitte und Zwetschge als Sorten erhältlich

Schnaps aus dem Obstgarten

Archivartikel

Weikersheim.Das Sortiment im Museumsshop von Schloss Weikersheim umfasst zwei neue Eigenprodukte aus dem Schlossgarten: einen Zwetschgen- und einen Quittenschnaps. Die Obsternte des vergangenen Jahres war so gut, dass die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg beschlossen haben, aus den Obstmengen erstmals selbst Schnäpse brennen und abfüllen zu lassen.

Der Obstanbau im Schlossgarten hat eine lange Tradition: Er reicht bis in die Zeit vor dem barocken Gartenprojekt der Grafen von Weikersheim zurück. Ab 1703 ließ Graf Carl Ludwig von Hohenlohe-Weikersheim den Schlossgarten Weikersheim umgestalten. Die Dreiteilung des älteren Gartens aus der Zeit der Renaissance – in Lustgarten, Unteren Garten und Oberen Garten – blieb dabei bestehen. Der Untere Garten, auch „Kirschgarten“ genannt, umgab den eleganten gräflichen Lustgarten mit Obstbäumen. An der Schlossmauer pflanzte man Obstspaliere an, auf den Schlossterrassen Weinstöcke. Im 19. Jahrhundert ersetzte man abgängige Weinstöcke durch Aprikosen- und Pfirsichspaliere; für alte Steinobstspaliere pflanzte später mit Apfel- und Birnenbäumchen. Heute finden sich die Obstspaliere vor allem an der Innenseite der Ostmauer. Im Unteren Garten pflanzte man in den 1990er Jahren wieder Obstbäume – und man wählte dafür vor allem alte und regionale Sorten. ssg