Weikersheim

Rettungswache Weikersheimer am Breitenauer See

RTL-Reportage über DLRG

Archivartikel

Weikersheim.Wie jedes Jahr am zweiten Juliwochenende ging es für die Rettungsschwimmer, Sanitäter und Bootsführer der DLRG Ortsgruppe Weikersheim zur Rettungswache an den Breitenauer See im Landkreis Heilbronn.

Aufgrund der Corona-Pandemie musste der Betreiber des Badesees ein Hygienekonzept für die Wachstation ausarbeiten. So durfte nur eine Gruppe von zwölf Rettungsschwimmern die Station besetzen. In der Station musste Mund-Nase-Schutz getragen werden. Wachtürme durften nur mit einem Rettungsschwimmer besetzt werden. Und es musste auf Abstand geachtet werden. Für die Wachgänger bedeutete dies einen längeren Dienst.

Der Samstag verlief ruhig. Zu Wachbeginn wurde das Rettungsboot Barbara einsatzklar gemacht, der Sanitätsbereich eingerichtet und die DLRG-Fahne gehisst, die zeigte, dass nun Rettungsschwimmer am See vor Ort sind. Der Sonntag begann mit einem gemeinsamen Frühstück, als eine halbe Stunde vor Wachbeginn Besuch kam. Ein Kamerateam von RTL erschien zusammen mit Bastian Sturm, dem stellvertretenden Leiter Einsatz des DLRG Landesverbandes Württemberg. Das RTL-Team wollte zusammen mit den Weikersheimer Rettungsschwimmern einen Bericht für die RTL-Sendung Punkt 12 drehen.

Nach kurzer Besprechung wie man dies umsetzen kann, denn die Sicherheit am See musste trotzdem gegeben sein, simulierten Julian Glück als Rettungsschwimmer, Silja Wittnebel als Verunglückte und Heiko Lang als Bootsführer eine Rettung eines erschöpften Schwimmers vom Rettungsboot aus. Danach wurde auf dem Rettungsboot und auf einem Wachturm jeweils noch ein Interview geführt, bevor Katharina Schäfer und Julian Glück am See noch eine Herz-Lungen-Wiederbelebung an einer Übungspuppe demonstrierten. Nach etwa zwei Stunden Dreharbeiten konnten die Rettungsschwimmer sich wieder auf die eigentliche Aufgabe konzentrieren.

Um die Mittagszeit wurde es rund um den See immer voller. Es kamen unerwartet viele Menschen an den See, denn es hatte ja nur 25 Grad. Gegen 15 Uhr war auf der Liegewiese kaum noch ein freier Platz zu finden und auch die Badeinseln waren überfüllt. Die Überwachung der Corona-Abstandsregeln gehört zum Glück nicht zu den Aufgaben der DLRG-Wachmannschaft. Es wäre unmöglich gewesen, dies zu umzusetzen. Trotz der Menge von Gästen am See gab es nur einen richtigen Sanitätseinsatz. Eine allergische Reaktion bei einem Kleinkind veranlasste dazu, den Rettungsdienst zur Hilfe zu rufen und das Kind ins Krankenhaus bringen zu lassen. dlrg