Weikersheim

Wallfahrtsfest Mariä Geburt Diözesanbischof Dr. Gebhard Fürst feierte mit den Conzelebranten und zahlreichen Wallfahrern aus nah und fern

Ort der Zuflucht und der Hoffnung

Eduard Mörike beschrieb die Bergkirche als die liebste Kirche sondergleichen. So verwundert es nicht, dass der Wallfahrts-Auftakt, der dort gefeiert wurde, ein ganz besonderer war.

Von unserem Mitarbeiter

Paul Mayser

Laudenbach. Das Wallfahrtsfest an Mariä Geburt wird in der Bergkirche, Grundsteinlegung im Juli 1412, nach alter Tradition mit einem feierlichen Festgottesdienst und als Auftakt zur Wallfahrtszeit gefeiert. Das festliche Pontifikalhochamt zum Hochfest Mariä Geburt feierte Diözesanbischof Dr. Gebhard Fürst aus Rottenburg gemeinsam mit den Conzelebranten und den zahlreichen Wallfahrern aus nah und fern.

Mit dem feierlichen Einzug der Geistlichen und den Ministranten mit dem Lied „Gegrüßet seist du, Königin“ wurde gemeinsam mit den Gläubigen das feierliche Pontifikalhochamt in der Bergkirche Laudenbach eröffnet. In der Kirche begrüßte die Stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderates Irmgard Gehrig besonders Bischof Dr. Gebhard Fürst, Laudenbachs Pfarrer Burkhard Keck, Pfarrer in Rente Günter Appold, Regens Stefan Michelberger, Pater Tobias Link und Pater Josef Kalathiparampil (Indien). In seiner Begrüßung brachte Bischof Dr. Fürst zum Ausdruck, dass ihm die Wallfahrt in Laudenbach eine Herzensangelegenheit ist und er sich für den Erhalt dieses einmaligen geistlichen Zentrums einsetzen wird. Die erste Lesung aus dem Buch Micha 5, 1-4a wurde von Franz Schweizer, die zweite Lesung aus dem Apostelbrief Paulus Röm. 8, 28-30 an seine Gemeinde in Rom von Raimund Zenkert vorgelesen. Das Evangelium nach Matthäus verkündete Pfarrer Keck.

Die Predigt von Bischof Dr. Fürst stand ganz unter dem Thema der „Gottes Mutter Maria“. Er erinnerte dabei an das Gedicht von Eduard Mörike, der die Bergkirche als „liebste Kirche sondergleichen“ beschrieb, eine Kirche voller Glanz und Schönheit. Die Bergkirche ist für Bischof Dr. Fürst ein Ort der Zuversicht und Hoffnung, wo man Maria auf besondere Weise begegnen kann. Maria steht für die Schöne, die von Gott geliebte, aber auch für die Frau, die in ihrem Leben viel Leid erfahren hat. Mit dem Gnadenbild am Hochaltar, auf dem Maria ihren toten Sohn in den Armen hält, wird das zum Ausdruck gebracht. Mit dem Bild der Schmerzensmutter sehen wir, dass Maria in ihrem Leben auch schwierige Situationen überstehen und Lösungen suchen musste. Die Eltern Jesus haben alles für ihren Sohn getan. Jesus folgt jedoch seiner Botschaft und Berufung und setzt diese in Wort und Tat um. Das Gnadenbild der Schmerzensmutter ist die Kernbotschaft der Wallfahrt zur Bergkirche. Ein Ort der Zuflucht, des Trostes und der Hoffnung. Jeder kann seine Sorgen und Nöte an diesen Ort der Geborgenheit mitbringen, um Maria zu begegnen, da sie den Menschen auch so nah ist. Das Gnadenbild gibt Hilfe, Trost und Kraft, so wie der Inhalt des Liedes zur schmerzhaften Muttergottes. Bischof Dr. Fürst schätzt deshalb diesen Ort als geistliches Zentrum besonders. In den Fürbitten wurde für Kinder, Jugendliche, Kranke, für Menschen auf der Flucht, Menschen, die nach dem Willen Gottes fragen, die Verstorbenen und für den Frieden auf dieser Welt gebetet. Am Ende des feierlichen Pontifikalhochamtes bedankte sich Pfarrer Keck bei Bischof Dr. Fürst für sein Kommen, den Conzelebranten, den Ministranten, Messnern, dem Kirchenchor aus Laudenbach und Niederstetten mit Ihren Leitern Matthias Engel und Hermann-Josef Beyer, dem Organisten Nikolai Metzger, der Feuerwehr, dem Roten Kreuz und der Musikkapelle Laudenbach für das Spielen während der Lichterprozession am Vortag bei der Eröffnung der Wallfahrt. Sein Dank galt aber auch der hohen Anzahl an gläubigen Christen, die den Weg zur Bergkirche auf sich genommen haben, um gemeinsam diesen Gottesdienst zu feiern. Als Dank für sein Kommen überreichte die Markelsheimer Weinkönigin Josefin ein Weinpräsent an Bischof Dr. Fürst mit Laudenbacher Weinspezialitäten. Mit dem Laudenbacher Wallfahrtslied „Freundlich grüßt auf wald’gen Höhen, Laudenbach der Wallfahrtsort“ und dem gemeinsamen Auszug aus der Bergkirche endete das feierliche Hochamt zu Mariä Geburt mit Bischof Dr. Gebhard Fürst und seinen Mitbrüdern.