Weikersheim

Musikschule Hohenlohe Herbstkonzert im Gärtnerhaus Weikersheim mit Auftritt des Bundespreisträgers aus Gerabronn

Mit sanftem Klang und höchster Präzision

Weikersheim.Die Musikschule Hohenlohe gab ein buntes Herbstkonzert im Gärtnerhaus von Schloss Weikersheim, unterstützt von der Jugendorganisation Jeunesses Musicales Deutschland.

Passend zum märchenhaften Schlossambiente erlebten die Zuhörer gleich zu Beginn den feierlichen Einmarsch von höfischen Zinnsoldaten, hörte das Schlaflied eines Burgfräuleins und wurde neckisch von Schlossgeistern in Form dissonanter Töne eines jungen Klarinettentrios empfangen.

Mehrere Pianisten glänzten virtuos am Bösendorfer Flügel. Solistisch und im Duo musizierten sie mit viel Rhythmus und Musikalität alte Tänze, Ragtimes und romantische Walzer von Tschaikowsky und Chatschaturian.

Pfiffig und ungekürzt

Drei Blockflötistinnen spielten auf ihren Sopran- und Altblockflöten mit sanftem Klang und höchster Präzision ansprechende Sonatinensätze. Sogar das Allegro aus Mozarts „Kleiner Nachtmusik“ konnte man pfiffig und ungekürzt genießen.

Großen Anteil am Programm hatte der Popgesang. Begeisterte Jugendliche sangen klangschön und gefühlvoll im Duett Stücke aus dem Musical „Tanz der Vampire“ und dem Film „Der Prinz von Ägypten“.

Eine Weikersheimer Sängerin erhielt begeisterten Beifall für ihre selbst am Klavier begleitete Interpretation von A. Walkers Titel „Faded“. Einige der Popsänger waren im Jahr 2019 beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ sehr erfolgreich gewesen. Musikschulleiter Andreas Straßer hob besonders den 19-jährigen Sänger Luca Stör aus Gerabronn hervor, der für seine sympathische und authentische Art zu singen in Halle/ Saale einen dritten Preis beim Bundeswettbewerb erhielt. Im Weikersheimer Konzert gewann der inzwischen viel gefragte Popsänger die Herzen der Zuhörer mit dem Titel „Zuhause“.

Sentimentale Note im Programm war die Verabschiedung des langjährigen Lehrers für Blasinstrumente Johannes Alberg. Die Vorsitzende der Musikschule Hohenlohe, Bürgermeisterin Heike Naber zeigte sich beeindruckt von Albergs Verdiensten in den letzten 24 Jahren.

Sämtliche Blechblasinstrumente konnte er unterrichten und baute maßgeblich den Blechbläserbereich, das Jugendblasorchester und auch die fruchtbare Kooperation mit den Vorbachtaler Musikanten auf.

Etliche Schüler hatten großen Erfolg bei „Jugend musiziert“ und so mancher seiner Schüler ist inzwischen selbst Berufsmusiker geworden.

Eine Riesenüberraschung bescherte das ehemalige Bläserquintett im Konzert ihrem ehemaligen Lehrer mit eigens einstudierten und perfekt musizierten Glanzstücken. Tief empfunden dann der in Worte gefasste Dank der Gruppe an Johannes Alberg für die langjährige Prägung und Begleitung von ihrer Kinderzeit bis hin zum Erwachsenenalter. Den Schlusspunkt des Abends setzte klangschön und berührend der große Popchor unter Leitung von Hanna Markowski mit dem Titel „Try“. Lang anhaltender Beifall drückte den Dank der zahlreichen Zuhörer an die engagierten jungen Musiker für ein tolles Konzert auf hohem Niveau aus. rb