Weikersheim

Katholische Kirchengemeinde Weikersheim Zwölf Kinder feierten in der Tauberphilharmonie Erstkommunion

In der Glaubensgemeinschaft wohlfühlen

Archivartikel

Weikersheim.Zum ersten Mal haben Kinder aus Weikersheim ihre Erstkommunion nicht in der Kirche, sondern in der Tauberphilharmonie gefeiert. „Es war eine sehr würdevolle und feierliche Atmosphäre“, berichtet Pfarrer István Gegoe zufrieden.

Dass die Erstkommunion in der Philharmonie stattfinden konnte, sei eine sehr glückliche Fügung gewesen. Die zwölfköpfige Gruppe der Kommunionkinder musste nicht auf zwei Gottesdienste aufgeteilt werden, weil die coronabedingten Auflagen in der Tauberphilharmonie sehr leicht eingehalten werden konnten.

Die Option, das Kultur- und Veranstaltungshaus nutzen zu können, hatte sich kurzfristig in Gesprächen ergeben, wie Gegoe erklärt. Er sei dem Intendanten Johannes Mnich und der Stadt für die unbürokratische Unterstützung sehr dankbar. Die Entscheidung für die Tauberphilharmonie wurde mit den Eltern und dem Kirchengemeinderat gemeinsam getroffen.

Die Feier stand unter dem Leitwort: „Jesus, erzähl uns von Gott!“. Dies sollte als Bitte der Kinder verstanden werden, mehr von Gott zu erfahren, wie Gegoe in seiner Predigt sagte. Der Gottesdienst war auch eine Aufforderung an Kinder und Eltern, Kirche gemeinsam zu gestalten. Der Pfarrer erklärte: „Wie wir Kirche heute gestalten, so wird sie in der Zukunft sein.“ Wichtig sei daher auch, dass die Kinder sich in der Glaubensgemeinschaft wohlfühlen.

Musikalisch wurde die Feier der Erstkommunion mitgestaltet von dem „Ad hoc Chor“ der katholischen Kirchengemeinde Weikersheim mit sieben Sängerinnen, unter der Leitung von Regina Heinkel, die ihr musikalisches Können am Flügel der Tauberphilharmonie mit Bravour bewiesen hat.

Für die Erstkommunionkinder Theresa Bayer, Viktoria Beser, Lea David, Felizitas Ehrmann, Mia Fischer, Tim Graßer, Luisa Martin, Emma Methner, Samia Mölter, Julian Reckels, Fiona Wattke, Mia Wittnebel war dieser Tag eine „Premiere“, die im Herzen und Gedächtnis wohl immer eingeschrieben bleibt.

Ursprünglich war die Erstkommunion für den 19. April geplant gewesen. Wegen der coronabedingten Einschränkungen musste der Termin abgesagt werden. Den Gottesdienst in der Tauberphilharmonie sieht Gegoe als Beispiel, wie Kirche sich für neue Orte öffnen kann und wie Kirche stärker als Teil des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens wahrgenommen werden kann. Zwei Tage später machten sich die Erstkommunionkinder nach einer kurzen Dankandacht auf den Weg nach Eberstadt. Dort besuchten sie die Tropfsteinhöhle.

Anschließend gab es eine Mittagspause mit Spiel, Spieß und Spaß, vorbereitet durch die Oberministranten. Mit ein wenig Verspätung durften die Kinder in der Burg Guttenberg die Deutsche Greifenwarte mit etwa 80 Großgreifvögel und Eulen bewundern und an einer Flugshow teilnehmen. Abends nahmen die Eltern ihre aufgedrehten, aber glücklichen Kinder wieder in Empfang. Alles in allem ein gelungener Start in das kirchliche Gemeindeleben.