Weikersheim

Ausstellung Textil- und Handarbeitsmesse bot reiche Auswahl / Schloss Weikersheim erfuhr regen Zulauf / 3000 Besucher

Die „Nadelkunst“ hat sich etabliert

Die dreitägige Textil- und Handarbeitsmesse „Nadelkunst“ hat sich in Weikersheim erfolgreich etabliert. Knapp 3000 Besucher hatte am Wochenende die dritte Messe im Schlossbereich und rund um den Marktplatz.

Weikersheim. Ein „Angebot für Hand und Herz“, so eine der zufriedenen Besucherinnen, habe man bei der „Nadelkunst“ gefunden. Patchwork- und Quilt-Arbeiten, die immer mehr geschätzt werden, waren einer der Schwerpunkte der Ausstellung. Zahlreiche Aussteller präsentierten dazu Stoffe und Accessoires in großer Auswahl. Wolle und Garne für die traditionelleren Handwerkskünste wie Stricken und Weben waren zu bekommen. Auch hochwertige handgearbeitete Taschen und Kissen, Knöpfe und Perlen lagen auf den Tischen der rund 50 Aussteller, an denen sich die Besucher drängten.

Menschen aller Generationen strömten während der drei Tage zu den Ausstellungen in den Schlossräumen und der Orangerie. Mit gefüllten Einkaufstaschen und reich an Anregungen für das eigene Handarbeiten zogen sie Stunden später nach Hause – nicht ohne sich zuvor an einem der Stände im Schlossinnenhof gestärkt zu haben. Auch die DLRG-Ortsgruppe Weikersheim sorgte hier für das leibliche Wohlbefinden der Besucher. Dass es am Freitag zeitweise in Strömen regnete, tat der guten Stimmung keinen Abbruch.

Kompetente Beratung

In Online-Shops, so betonte eine jüngere Frau, könne man die Utensilien ja auch bekommen, die man für Patchwork-Arbeiten brauche. Doch eine Handarbeitsmesse wie die in Weikersheim sei eben doch von anderer Qualität. „Hier findet man nicht nur alles, was man zum Quilten braucht. Es gibt an den Ständen zum Material dazu auch die Beratung, freundlich und kompetent“. Das sei für den Erfolg der eigenen Arbeit durchaus entscheidend.

Andere Besucherinnen lobten die Ware, die man in Weikersheim bekommen habe – da müsse man in keine Großstadt fahren. Die Rollen der Geschlechter waren bei der „Nadelkunst“ ziemlich traditionell verteilt: Während die interessierten Frauen das reiche Angebot bestaunten, konnte man viele Männer im barocken Schlossgarten in der warmen Sonne sitzen sehen, wo sie die Ruhe genossen und auf ihren Handys tippten.

Schlossverwalterin Monika Menth wusste von Besuchern zu berichten, die eine weite Anfahrt nicht gescheut hätten – aus Berlin, Köln und Bielefeld seien Gäste gekommen. Auch der Nahbereich und das bayerische Frankenland seien gut vertreten gewesen. Immer wieder habe sie gehört, dass sich der Weg zur „Nadelkunst“ angesichts des hochwertigen Angebots mehr als gelohnt habe.

Hohes Lob zollte Monika Menth ihrem Schlossteam. Besonders würdigte sie Carola Rollmann, die vor vier Jahren die Idee zu einer Textil- und Handarbeitsmesse nach internationalem Vorbild im Weikersheimer Schloss gehabt habe und sich zusammen mit Michaela Ullrich und Sabine Guttroff auch jetzt wieder sehr engagiert habe.

Auch die Schlossführer und die Gärtner hätten bei der Vorbereitung und Durchführung der „Nadelkunst“ hohen Einsatz gezeigt . Diese dritte „Nadelkunst“ in Schloss und Schlossgarten Weikersheim zählte rund 50 Prozent mehr Besucher als die Premiere im Jahr 2015.

Die nächste Textil- und Handarbeits-Messe „Nadelkunst“ wird hier von 24. bis 26. September 2021 stattfinden. peka