Weikersheim

Jugendtechnikschule Elpersheimer Astrid-Lindgren-Schule zählt zu den Pilot-Einrichtungen in einem engagierten Coding-Projekt

Die Biene läuft, der Legoroboter fährt

Coding-Projekt „MINT hoch 4 goes digital“ mit der Astrid-Lindgren-Grundschule Elpersheim: Die Schüler beschäftigten sich in einem Pilotprojekt mit dem Programmieren.

Elpersheim. Wie ein Roboter und Programmiersprache funktionieren konnten Schüler der Astrid-Lindgren-Schule Elpersheim auf eindrucksvolle Weise in einem „Coding-Projekt“ an der Jugendtechnikschule Bad Mergentheim erforschen und kennenlernen.

Die Jugendtechnikschule (JTS) Taubertal mit Sitz am DHBW-Campus Bad Mergentheim ist federführender Träger des Netzwerks „MINT-Hoch-4-Region Südliches Taubertal“, das 2016 im Rahmen eines von der Körber-Stiftung, dem Stifterverband und Südwest-Metall ausgelobten Förderwettbewerbs gegründet wurde. Durch diese unabhängige, außerschulische Bildungsinitiative soll Nachwuchs vom frühkindlichen Stadium über die Schulzeit bis hin zur Berufswahl, Ausbildung und Studium in allen vier Bildungsphasen (Kindergarten, Grundschule, Schule und Studium) in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik – deshalb der Name „MINT hoch 4“ – gefördert werden.

Vernetzung als Ziel

Projektpartner sind neben den Städten und Gemeinden Bad Mergentheim, Weikersheim, Assamstadt und Igersheim zudem die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) – Campus Bad Mergentheim sowie regionale Kindergärten, Schulen, Unternehmen und Verbände. In diesem Kontext ist es Ziel, die Vernetzung der beteiligten Projektpartner nachhaltig sicherzustellen, neue und digitale Bildungsprogramme zu entwickeln sowie MINT erlebbar machen und damit junge Menschen dafür zu begeistern. Die Idee, sowohl alle beteiligten Projektpartner nachhaltig zu einem aktiven Netzwerk zu verbinden als auch ein lokal passendes, zentral koordiniertes und nachhaltig wirksames Angebot entlang der Bildungskette in den MINT-Fächern zu schaffen, wurde in der ersten Stufe erreicht, wobei der Fokus in der Aufbauphase zunächst im Bereich „Technik“ lag.

In der zweiten Stufe wurde ein tragfähiges Konzept für den Ausbau der Vermittlung digitaler Kompetenzen erarbeitet, dass wiederum im Rahmen des bundesweiten Förderwettbewerbs „Digital Skills – Lernen in regionalen Netzwerken“ überzeugen konnte. Im Mai zählte die MINT-Region Südliches Taubertal mit diesem Projektvorhaben zu den bundesweit acht Gewinnern des bundesweiten Förderwettbewerbs des Stifterverbands und der Körber-Stiftung (wir berichteten). Das Netzwerk erhielt 25 000 Euro für die Entwicklung innovativer regionaler Konzepte und für die Vermittlung digitaler Kompetenzen. „MINT hoch4 goes digital“ lautet der Titel dieser Bildungsinitiative. Mit den neuen Projekten der MINT-Initiative sollen vor Ort unter anderem die Handlungsfelder „Einführung in die LEGO-Welt“, „Creative Coding“, „digitale Lern- und Lebenswelten“ sowie „digitale Berufs- und Studienorientierung“ abgedeckt werden.

In diesem Rahmen besuchten Zweitklässler der Astrid-Lindgren-Schule Elpersheim die JTS und lernten bei einem „Coding-Projekt“ auf spielerische Weise, wie ein Roboter und Programmieren funktioniert. Die Astrid-Lindgren-Schule Elpersheim zählt zu den Pilotschulen im Taubertal, die mit ihrer Teilnahme dazu beitragen, das Projekt nachhaltig in der Grundschule zu verankern.

Zunächst erfuhren die Schüler durch ein einführendes Rollenspiel die Funktionsweise von Befehlen. Darauf aufbauend lernten die Kinder, eine „Roboterbiene“ zu programmieren. Damit schafften sie es, mit Richtungsbefehlen die Biene so über einen Bilderteppich „laufen“ zu lassen, dass zusammengesetzte Nomen erkannt wurden – eine im Bildungsplan der zweiten Klasse geforderte Kompetenz. Anschließend durften alle Beteiligten mit Hilfe der Schülermentoren Legoroboter bauen und deren Bewegungen am Laptop programmieren.

Am Ende Schokoladenkuchen

„Mir hat total gefallen, dass wir es geschafft haben, die Bienen zum Laufen zu bringen. Die Biene hat kurz gestoppt bei Schokolade und dann wieder bei Kuchen. So gab es Schokoladenkuchen“, berichtete die kleine Hannah gegen Ende des Projekttags. „Mir hat besonders gut gefallen, die Bienen zu programmieren und auch den Legoroboter. Sogar wir Kinder waren ‚Roboter’ und haben uns programmiert“, teilte Mitschülerin Josefine mit.

„Es war für alle Kinder ein unwahrscheinlich tolles Erlebnis mit Spaß und hohem Lerneffekt. Man sollte diese Art von außerschulischem Lernen den Kindern regelmäßig anbieten und derartige Projekte aktiv fördern“, zeigte sich Lehrerin Sigrid Ehrmann-Strauß angetan von dem Konzept. „Die Begeisterung der Kinder an diesem Projekt hat gezeigt, wie wichtig und nützlich es ist, mit außerschulischen Lernpartnern zu kooperieren, um digitale Kompetenzen bei Kindern anzubahnen und weiterzuentwickeln“, hob JTS- und Projektleiterin Iris Lange-Schmalz hervor.

Weitere Informationen über die „MINT hoch4- goes digital“ und die Jugendtechnikschule Taubertal (JTS) in Bad Mergentheim sowie über das JTS-Programm sind bei der Koordinationsstelle der JTS, Im Schloss 10 in Bad Mergentheim, Telefon 0175 / 2691589 (Bürozeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr), E-Mail: info@jugendtechnikschule-taubertal.de sowie unter www.jugendtechnikschule-taubertal.de erhältlich.