Weikersheim

Aus Weikersheim Großprojekt Tauberphilharmonie, 600 Jahre Kärwe und aufwendige Jubiläumsfeste in den Ortsteilen Elpersheim und Honsbronn

Besucherströme aus der ganzen Region

Archivartikel

Weikersheim.Mit einem Auftakt nach Maß ging die Weikersheimer Tauberphilharmonie an den Start: Das Interesse am durchdacht gestrickten Programm ist seither ungebrochen groß – und die „Stadthallenfunktion“ scheint auch gewährleistet. Über 20 000 Besucher im ersten Halbjahr, das hört sich gut an. Kein Wunder, dass Bürgermeister Kornberger in der Jahresschlusssitzung von „Begeisterung“ sprechen konnte.

Doch Weikersheim und seine Ortsteile sind mehr als der schwarzgraue Kristallisationspunkt am Tauberufer, das 2019 weiter nördlich noch einen neuen Discounter bekommen hat. Die Pläne für einen Hotelneubau dazwischen haben auch den Gemeinderat passiert, die lange solitär verbliebene „Otto“-Halle wurde bereits abgerissen.

Groß Jubiläum gefeiert haben heuer die Ortsteile Elpersheim und Honsbronn – eigentlich ihre „Übergabe“ an den Deutschen Orden vor 800 Jahren. Jubiläen werden aber selten „historisch“ begangen, sondern idealerweise mit dem wortverwandten Jubel: Jeder, der die Festtage erlebt hat (Elpersheim hatte sie geschickt übers Jahr verteilt) hat, war begeistert, neudeutsch „geflasht“. Ein Großteil der jeweiligen Einwohner schaffte bei den zahlreichen Programmpunkten aktiv mit, Bewohner der Nachbardörfer kamen zum Helfen. Der Besucherstrom aus der ganzen Region wäre sonst nicht mehr zu bewältigen gewesen. Zusammenhalten, wenn es drauf ankommt: die Dörfer zeigten, wie’s geht, droben auf dem Berg und drunten im Tal.

Die Stadtkirche ist weiter „Christo-mäßig“ verhüllt, weil die nötigen Sanierungen laufen. Auch hier ein großes Jubiläum (Grundsteinlegung vor 600 Jahren), gefeiert wurde unter anderem mit dem evangelischen Landesbischof Frank Otfried July und vielfältigen bunten Veranstaltungen drum herum – auch des Spendenbarometers wegen.

In den Weikersheimer Ortsteilen gab’s oft Baustellen – neue Baugebiete hier, Straßensanierungen dort, in der Kernstadt wurde das Parkproblem (für Bewohner) aufgerufen.

Der neue Gemeinderat ist nach den Wahlen weitgehend der alte geblieben. Das Geld und die Philharmonie, darüber hatten sich die kleinere Fraktion mit den größeren durchaus anhaltend gestritten – das Thema Konzerthaus ist erstmal durch und wie es mit Geld und kommunalen Liegenschaften aussieht, das wird möglicherweise die „Doppik“ zeigen. Jederzeit einen Überblick über die Vermögenslage und den Stand der Schulden soll die neue kommunale Buchführungsweise ermöglichen.