Walldürn

Erfolgreiche Saison Bilanz der Freilichtmuseen

Zwangspauseals Chance begriffen

Gottersdorf.Die Freilichtmuseen in Baden-Württemberg ziehen Bilanz des Pandemiejahres: 266 500 Besucherinnen und Besuchern besuchten die sieben Museen, so der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Tuttlingens Landrat Stefan Bär. Zj den „Sieben im Süpden“ gehört auch das Freilandmuseum in Gottersdorf. Das sei zwar ein Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren mit bis zu 700 000 Besuchen. „Die Freilichtmuseen bieten viele Veranstaltungen, sie sind Museen zum Anfassen und Mitmachen - all das war dieses Jahr nicht möglich“, so Landrat Bär weiter. „Deshalb sind wir zufrieden und dankbar, dass wir unter diesen Rahmenbedingungen so viele Gäste für unsere Themen und Angebote interessieren und begeistern konnten.“

Innovativ im „Seuchenjahr“

Ein Schlüssel zu diesem Erfolg war, dass die sieben Freilichtmuseen die Einschränkungen sehr schnell als Chance begriffen haben: „Die erzwungene Pause im April nutzen die sieben Museen, um innovativ Corona-kompatible Angebote für die Besucherinnen und Besucher zu entwickeln - von Kleinformaten mit Abstandsregel bis hin zu neuen digitalen Angeboten“, betont Landrat Stefan Bär. „Über eine Viertelmillion Besucher zeigen, dass unsere Angebote einmal mehr bei den Menschen im Land angekommen sind.“

Ausdrücklich würdigte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft die großzügige finanzielle Unterstützung des Landes Baden-Württemberg: Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst unterstützte die sieben Freilichtmuseen nicht nur im Bereich Vermittlung, sondern auch für Erhaltungsmaßnahmen in den über 200 historischen Gebäuden auf den Museumsgeländen. „Staatssekretärin Olschowski hat ausdrücklich betont, dass wir nicht nur Kulturgut bewahren, sondern mit unserer erfolgreichen Arbeit auch zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen“, so Landrat Stefan Bär. „Diese Anerkennung freut uns sehr.“

Ungewisse Planung

Diese Würdigung und der Besuchererfolg zeigten, so Bär weiter, die Bedeutung der Freilichtmuseen als kulturelle Zentren in ihrer jeweiligen Region. Trotz der unklaren Corona-Situation im kommenden Frühjahr laufen die Planungen für die Museumssaison 2021 bereits an. Die sieben Freilichtmuseen hoffen, ab Mitte März 2021 wieder möglichst vielen Besuchern Einblicke in den Dorfalltag von früher gewähren zu können. pm

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