Walldürn

Finanzausschuss Haushalte der Bildungseinrichtungen vorberaten / Digitalisierung ein wichtiges Zukunftsthema

Zahl der Schüler in Walldürn im Jahresvergleich 3,4 Prozent gestiegen

Walldürn.Die Zahl der Schüler an den Walldürner Schulen ist im Oktober im Vergleich zum Vorjahr von 821 auf 850 gestiegen, die der Klassen von 38 auf 39. Im Oktober 2020 besuchen 288 Schüler die Walldürner Grundschule (13 Klassen), 48 Schüler die Grundschule Altheim (drei Klassen), 56 Schüler die Grundschule Rippberg (vier Klassen), 154 Schüler die Auerberg-Werkrealschule (acht Klassen) und 293 Schüler die Konrad-von-Dürn-Realschule (zwölf Klassen).

Diesen Trend bezeichnete Bürgermeister Markus Günther in der Sitzung des Finanzausschusses im „Haus der offenen Tür“ als „sehr positiv“. Im Rahmen der Vorberatung der Schulhaushalte für das kommende Jahr stellte Stadtkämmerer Joachim Dörr den Finanzierungsbedarf für das kommende Jahr vor. Demnach sollen im Haushalt 2020 folgende Beträge für Sachkosten bereitgestellt werden: Grundschule Walldürn 41 470 Euro, Grundschule Altheim 8910 Euro, Grundschule Rippberg/Gottersdorf 11 360 Euro, Auerberg-Werkrealschule 39 580 Euro, Konrad-von-Dürn-Realschule 69 910 Euro.

Der außerhalb dieses Budgets beantragte Finanzbedarf der Schulen im Ergebnishaushalt sowie die Bereitstellung von Mitteln für investive Maßnahmen und Bauunterhaltungsmaßnahmen werden im Rahmen der Haushaltsberatungen 2021 behandelt.

An der Grundschule Walldürn sollen die Lernförderung als Nachmittagsangebot für sozial benachteiligte Familien (4200 Euro) beibehalten und das Projekt „Singpause“ nach der Justin-Ward-Methode im Schuljahr 2021/2022 für die Klassenstufen 1 bis 3 fortgeführt und zusätzlich ab September 2021 für die Klassenstufe 4 eingeführt werden. An der Grundschule Altheim stehen verschiedene Sanierungsmaßnahmen an: neues WC in der Lehrertoilette, normgerechte Fußballtore für den Außenbereich, Sprechanlage für die Eingangstür, Brandschutztüren an den Seiteneingängen, Beleuchtung der Notausgänge, Dachreparatur, Austausch von zwölf Fenstern, Ersatz für den Bretterverschlag am Treppenaufgang, Aufbewahrungsregal für die Pausensportgeräte, kabelloser Feueralarm.

An der Grundschule Rippberg werden umfangreiche Erweiterungsmaßnahmen durchgeführt (die FN berichteten).

Auch an der Auerberg-Werkrealschule stehen verschiedene Sanierungsmaßnahmen an: Schimmelentfernung an Decke und Wand im Lehrerzimmer, Austausch von Leuchtstoffröhren gegen energiesparende Leuchtmittel, Anbringen von Außenjalousien an der Süd- und Ostseite, Sanierung der großen Fensterflächen, Sanierung der Deckenflächen.

Im Bereich der gemeinsam von der Auerberg-Werkrealschule und der Konrad-von-Dürn-Realschule genutzten Infrastruktur soll ein Bistro realisiert und der Aufenthaltsbereiche im Erdgeschoss aufgrund der Ausweitung der Nachmittagsbetreuung aufgewertet werden (Windfang, Sitzgruppen, Raumteiler). Den Aufbau eines neuen Gerätehauses am Auerberg-Sportplatz übernehmen die Techniklehrer.

„Weitere Mittel sind im Rahmen des Digitalpakts Schule für die Jahre 2021 bis 2024 einzuplanen“, so Dörr. Die Stadt erhalte dafür einen Bundeszuschuss in Höhe von 301 000 Euro für alle Schulen. Ein Eigenanteil von mindestens 20 Prozent sei zusätzlich zu erbringen, um die Fördergelder in Anspruch nehmen zu können. Dies seien somit 60 200 Euro. An pauschalen Fördermitteln zur Digitalisierung an Schulen habe die Stadt im Jahr 2019 insgesamt 96 961 Euro erhalten. Diese Mittel seien für Investitionen und die Erarbeitung von Medienentwicklungsplänen vorgesehen. Die Maßnahmen seien zu mindestens 20 Prozent (19 392 Euro) durch Mittel der kommunalen Schulträger zu ergänzen.

Für ein Sofortausstattungsprogramm habe die Stadt im Jahr 2020 als Sondermittel „Corona“ 70 475 Euro erhalten. Angekündigt seien weitere Zuweisungen für Administratoren und für Lehrkräfte.

Die von Stadtkämmerer Dörr vorgestellten Zahlen nahmen die Mitglieder des Finanzausschusses ebenso zustimmend zur Kenntnis wie den Abschluss eines Wartungsvertrags für Soft- und Hardware des Computernetzwerks an den Walldürner Schulen, deren Träger die Stadt ist. Die Wartungsgebühren betragen nach einem vorliegenden Angebot der Firma Macro-Computer (Mosbach) 7128 Euro pro Jahr.

Aufgrund der aktuell vorhandenen Liquidität empfahl das Gremium dem Gemeinderat, die Sondertilgung eines Darlehens zum 15. November als außerplanmäßige Ausgabe zu beschließen. Das Darlehen in Höhe von 320 000 Euro war im November 2010 bei der KfW-Bankengruppe mit einer Zinsfestschreibung von zehn Jahren zu 0,6 Prozent aufgenommen worden. Die Restschuld beträgt 116 918 Euro.

Zum Abschluss informierte die Verwaltung über den aktuellen Stand bezüglich der beantragten Zuschüsse aus dem Förderprogramm Wasserwirtschaft 2021. ds

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