Walldürn

Förderverein Museum „Zeit(T)räume“ Einstimmiger Vorstandsbeschluss

Weihnachtsmarkt fällt aus

Archivartikel

Walldürn.Der Weihnachtsmarkt des Fördervereins Museum „Zeit(T)räume“ in Museumshof und -scheune der Familie Kaiser in der Unteren Vorstadtstraße findet in diesem Jahr nicht statt. In ihrer Sitzung in der vergangenen Woche haben die Mitglieder des Vorstands einstimmig die Absage der Veranstaltung beschlossen.

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, erklärt Vorstandsvorsitzender Bruno Kaiser. „Das Coronavirus ist aber nach wie vor da, und es ist in den kommenden Wochen mit steigenden Infektionszahlen zu rechnen.“ Das Infektionsgeschehen in der Weihnachtszeit sei ebenso wenig vorhersehbar wie etwaige Verschärfungen der Corona-Verordnung. „Deshalb wollen und werden wir keinerlei Risiken für unsere Besucher und ehrenamtlichen Helfer eingehen“, betont Kaiser.

Auch ein im Angebot reduzierter Weihnachtsmarkt, etwa mit wenigen Ständen und großen Abständen nur im Außenbereich, sei letztlich für die Vorstandsmitglieder nicht infrage gekommen. „Ein Weihnachtsmarkt lebt davon, dass große und kleine Besuchergruppen gemütlich bei einer Tasse Glühwein zusammenstehen“, so Armin Pfaff, Vorstand für Technik. Corona-bedingt sei dies in diesem Jahr nicht möglich.

Zwar könne der Förderverein im Vorfeld sämtliche Anforderungen der Behörden umsetzen, die Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften während der Veranstaltung aber in letzter Konsequenz nicht durchsetzen. Die Absage des Weihnachtsmarkts sei folglich die logische Konsequenz gewesen, um der Verantwortung gegenüber Besuchern, Standbetreibern und Vereinsmitgliedern gerecht werden zu können.

30 Veranstaltungen abgesagt

Der Weihnachtsmarkt „Advent in Kaiserhof“ ist die 30. Veranstaltung des Fördervereins Museum „Zeit(T)räume“, die in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste. Erhebliche Spuren hinterlässt diese Entwicklung in der Bilanz des Vereins. Von Mitgliedsbeiträgen und Spenden abgesehen, kann Vorstand für Finanzen Johannes Schlegel keinerlei Einnahmen verbuchen. „Finanziell stehen wir trotzdem sehr solide da“, betont Schlegel.

Alle Projekte zur Aufwertung des Museums laufen deshalb wie geplant weiter oder sind bereits abgeschlossen. Neben der Erneuerung des Küchenbodens stand in den vergangenen Wochen vor allem die Umgestaltung der Ausstellungsräume für mechanische Musikinstrumente und historisches Kinderspielzeug auf dem Programm.

In den kommenden Wochen richten die Aktiven des Fördervereins ihr Hauptaugenmerk auf die Installation einer voll funktionsfähigen Uhr samt Zifferblatt an der Wand des Wohnhauses der Familie Kaiser. Passanten der Unteren Vorstadtstraße können dann aus Richtung Stadtmitte kommend die aktuelle Uhrzeit ablesen.

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