Walldürn

Jugend- und Kulturzentrum Walldürn Die neue Leiterin Johanna Pecher wurde vorgestellt

Warten und Hoffen auf die Wiedereröffnung

Walldürn.Das Jugend- und Kulturzetrum „Alter Schlachthof“ hat eine neue Leiterin: Johanna Pecher. Sie ist seit September im Amt, sagten Bürgermeister Markus Günther und Hauptamtsleiter Helmut Hotzy bei der offiziellen Vorstellung. Die fand wegen der Corona-Pandemie erst jetzt statt.

Derzeit geschlossen

Wegen der Pandemie ist auch im Jugend- und Kulturzentrum alles anders als sonst. Wo sonst mehrfach in der Woche die Stimmen und das Lachen von Kindern und Jugendlichen zu hören sind, herrscht in diesen Tagen Stille. Denn das Jugend- und Kulturzentrum ist, wie viele andere Einrichtungen auch, derzeit geschlossen. Warten und Hoffen auf die Wiedereröffnung, das war der Tenor am Freitag beim Gespräch mit den FN.

Immerhin, ein Angebot gibt es weiter. Die Nachmittagsbetreuungg mit Hausaufgabenhilfe für Schüler gibt es auch weiterhin; allerdings nicht im Jugend- und Kulturzentrum, sondern in der Grundschule. Dieses Betreuungsangebot wertete Bürgermeister Günther „als Erfolgsmodell“. Es wurde und wird gut angenommen. Rund 30 Schüler werden derzeit betreut.

Kooperation mit der Caritas

Johanna Pecher ist Sozialpädagogin beim Caritas-Verband Neckar-Odenwald-Kreis. Mit der Caritas habe man in Sachen Jugend- und Kulturzentrum bereits von 2012 bis 2017 zusammengearbeitet, so Helmut Hotzy, und „das hat sehr gut funktioniert“. Deswegen sei man wieder diesen Weg gegangen und es wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Walldürn und dem Caritasverband geschlossen. Die Stadt beauftragt in der den Caritasverband mit der Leitung und konzeptionellen Weiterentwicklung des Jugend- und Kulturzentrums durch die sozialpädagogische Fachkraft Johanna Pecher.

Pecher ist als Teilzeitkraft mit einer 40-Prozent-Stelle tätig. Sie habe, sagte sie bei der Vorstellung, in Landshut soziale Arbeit studiert. Berufliche Erfahrung hat die 24-Jährige bereits in einem Jugendhaus in Miltenberg gesammelt. Sie freue sich auf die Arbeit in Walldürn, die sehr interessant sei. „Es ist schön, Kinder lächeln zu sehen.“

Angebot personalintensiv

Unterstützt wird sie bei ihrer Arbeit, so Hotzy, von zwei städtischen Mitarbeitern. Eine dritte Kraft werde noch dazukommen, denn die Nachmittagsbetreuung sei wegen der Corona-Vorgaben personalintensiv. Man müsse kleine Gruppen bilden, die Jahrgänge dürften nicht vermischt werden.

Das Jugendhaus ist in normalen Zeiten ein Angebot für Jugendliche, die ihre Freizeit mit anderen Jugendlichen verbringen wollen. Dabei werden eine Reihe pädagogischer Ziele angestrebt:

Unterstützung der Entwicklung der Identität der Jugendlichen durch offene und gezielte Angebote.

Förderung, Unterstützung und Anregung zur Eigenaktivität, schöpferische Freizeitgestaltung, Abbau von Passivität und Konsumorientierung.

Förderung von Kontakt- und Gemeinschaftstätigkeit, Abbau von sozialer Isolation und Vereinsamung.

Bereitstellung von Möglichkeiten, die der Entspannung dienen.

Förderung der Persönlichkeitsentwicklung durch soziale Erfahrungen, Übernahme von Verantwortung, Erlernen von Solidarität und Organisationsgeschick.

Andere Zeiten kommen

In Zeiten der Pandemie ist das alles natürlich nicht möglich. Auch im Jugend- und Kulturzentrum werden wieder andere Zeiten kommen, waren sich am Freitag alle einig. Dann wird es wieder Jugendarbeit geben. „Und Johanna Pecher“, ist der Bürgermeister überzeugt, „ist die Richtige dafür.“

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