Walldürn

Kolpingsfamilie Walldürn Rückblick auf eine Vielzahl an Aktivitäten / Geld für Sanierungsarbeiten am Kolpingheim bewilligt / Neufassung der Satzung beschlossen

„Vom segensreichen Wirken haben viele Menschen profitieren können“

Archivartikel

Walldürn.Zur Jahreshauptversammlung der Kolpingsfamilie Walldürn begrüßte Bernhard Kehl im Namen des Vorstandsteams am vergangenen Freitagabend zahlreiche Mitglieder im Gasthof „Zum Hirsch“.

„Wir können viel, wenn wir nur nachhaltig wollen. Wir können Großes, wenn tüchtige Kräfte sich vereinen.“ Diese Worte des Gesellen- und Gründungsvaters Adolf Kolping stellte Bürgermeister Markus Günther in den Mittelpunkt seiner Grußansprache. Im vergangenen Vereinsjahr hätten die Mitglieder der Kolpingsfamilie gezeigt, dass sie viel bewirken können und in gemeinsamer Anstrengung eine für Walldürn bedeutsame sozialpolitische Einrichtung am Leben erhalten. „Vom segensreichen Wirken der Kolpingsfamilie haben in den vergangenen Jahren viele Menschen profitieren können“, so Günther.

Präses Stadtpfarrer Pater Josef dankte den Vorstandsmitgliedern der Kolpingfamilie für die im Verlauf des gesamten Kirchenjahres geleistete Arbeit. Besonders hob er die Zusammenarbeit zwischen der Kirche und der Kolpingsfamilie als lebensbegleitender Bildungs- und Aktionsgemeinschaft hervor. Für alle künftigen Aktivitäten des Vereins wünschte Pater Josef gutes Gelingen und Gottes Segen.

In den Berichten der Kolpinggruppen wurde deutlich, dass bis zum Beginn der Corona-Pandemie im März eine Vielzahl von Aktivitäten und Veranstaltungen geboten war.

Vielfältig engagiert

So erinnerte Bernhard Kehl an die monatlichen Stammtische, die Kaffeenachmittage, die Nikolaus-Aktion, den Kolping-Gedenktag mit der Ehrung langjähriger Mitglieder, die Weihnachtsfeier und die Affenfete im Kolpingheim, den Kappenabend, die Teilnahme am Fastnachtsumzug, die Strohbärenaktion am Rosenmontag sowie den Besuch von Jubiläumsfesten Walldürner Vereine und befreundeter Kolpingsfamilien. Ferner traf sich regelmäßig einmal im Monat der neu gegründete Strick-Treff unter der Leitung von Heike Baumann. Die Mitglieder nahmen während der Hauptwallfahrt an der Fronleichnamsprozession und an der Prozession am Großen Blutsfeiertag sowie an der Lichterprozession zum Wallfahrtsabschluss teil, führten im September die Walldürn-Wallfahrt der Kolpingsfamilien durch, funktionierten beim Kneipenfestival „Nightgroove“ das Kolpingheim zum großen Partytreff um und führten die Nikolaus-Aktion für Walldürner Familien durch.

Schließlich veranstaltete man im Kolpingheim einen literarischen Abend mit Harald Hurst, unternahm einen Ausflug nach Lauffen am Neckar samt Weinprobe sowie eine Winterwanderung rund um Mudau, startete eine Ü-Päckchen-Aktion für einsame Bewohner des Geriatriezentrums St. Josef, führte eine Haferernte sowie ein Strohdreschen durch und erwarb eine neue Soundanlage.

Bernhard Kehl berichtete stellvertretend für die Sprecherin des „Kreises junger Familien“, Carmen Humyn, von einer engagierten Gruppe mit einem interessanten Veranstaltungsprogramm. Besonders erwähnte er den Ausflug nach Wertheim mit Besuch des Glasmuseums, die Mitgestaltung der Weihnachtsfeier und die Teilnahme an zahlreichen Veranstaltungen des Hauptvereins.

Lukas Schnabel, Sprecher der Kolpingjugend, berichtete über das Sommerzeltlager in Euerbach mit 27 Teilnehmer und 21 Betreuern. Im Spätjahr 2019 fanden im Nachklang ein Dankgottesdienst in der Basilika sowie ein Filmabend statt. Außerdem nannte Schnabel die „Playground-Party“ im Rahmen des Blumen- und Lichterfestes, die Beteiligung am Schlossplatz-Open-Air mit einem Cocktailstand, die von der Kolpingjugend durchgeführte Ferienaktion sowie die Mitwirkung an der „No-Splash-Summer-Party“ im Walldürner Freibad.

Sehr aktiv waren im zurückliegenden Jahr auch die Fußballer der Kolpingsfamilie als homogene Freizeitgruppe mit einem harten Teilnehmerkern, wie Maximilian Dunkel als deren Sprecher zu berichten wusste. So traf man sich weit über 40 Mal zum wöchentlichen Trainingsabend in der Glashofener Sporthalle und nahm am Hallenfußballturnier des FSV Walldürn in der Nibelungenhalle teil.

Die Fahnenabordnung verzeichnete zehn Einsätze. Die neue Gruppe „Nachhaltig@kolping“ konnte ihre geplanten Aktionen für mehr Nachhaltigkeit im Alltag wegen der Corona-Pandemie nicht durchführen.

Schatzmeister Dirk Bonn ging auf die finanzielle Situation der Kolpingsfamilie ein. Die Kassenrevisoren Steffen Neubert und Silke Günther bestätigten eine einwandfreie Buchführung.

Einstimmig beschloss die Versammlung neben einer Satzungsneufassung den Kostenrahmen (25 000 bis 30 000 Euro) für notwendige Sanierungsarbeiten am Kolpingheim. Zum Abschluss teilte Bernhard Kehl die Veranstaltungstermine bis Jahresende und für das kommende Jubiläumsjahr mit. ds

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