Walldürn

Konrad-von-Dürn-Realschule Kompaktwoche bot den Schülern aller Klassenstufen vielfältige Lernmöglichkeiten

Viele Projekte abseits des Stundenplans

Archivartikel

Walldürn.Besondere Lernerfahrungen benötigen eine besondere Umgebung und mehr Zeit. Um die Rahmenbedingungen zu schaffen, setzt die Konrad-von-Dürn-Realschule einmal im Jahr im Herbst für eine Woche den Stundenplan außer Kraft und ermöglicht bei einer Kompaktwoche projektartiges Arbeiten, Exkursionen und die Öffnung für externe Fachleute.

Ein gutes Klassenklima ist für das Wohlfühlen und Lernen wichtig. Entsprechend stand für die fünften Klassen das Sozialtraining mit Simon Knoll im evangelischen Gemeindehaus an. Trainiert wurden Ehrlichkeit, Ernsthaftigkeit, Frustrationstoleranz, Respekt, Bedürfnisaufschub und Selbstkontrolle. Außerdem wurden Übungen zur Selbstbehauptung durchgeführt.

Ähnlich bedeutsam ist der Umgang mit den Neuen Medien: Sven Schuhmacher von der Polizei klärte über Cybermobbing und Gefahren im Internet auf, während die Medienagenten aus den zehnten Klassen Informationen über Sicherheit im Netz, AGB sowie Datenschutz vermittelten.

Nach so viel kognitivem Input war auch Kreativität gefragt, etwa im Herbstprojekt, bei dem Sinneseindrücke gesammelt und dann in Gedichte und Gebasteltes umgesetzt wurden. Im Musikprojekt lernten die Schüler Werke kennen, die Tiere vertonen, um dann selbst eine eigene Klanggeschichte zu entwickeln. Ganzheitliche Erfahrungen bot der Waldlerngang der sechsten Klassen, die nach der Führung mit Geopark-Vorortführer Gerhard Friedrich am Märzenbrünnlein neben Bestimmungsübungen auch die Untersuchung des Laubs beinhaltete.

Geschicklichkeit gefragt

Im AES-Projekt gewannen die Sechstklässler einen Einblick ins Wahlfach „Hauswirtschaft“. Dabei durften die Schüler Lauchnudeln und Obstsalat zubereiten. Geschicklichkeit verlangte der Textilunterricht, bei dem jedes Kind einen Nikolausstiefel aus Filz und passende Dekorationen nähte.

„Nach den Sternen greifen“ durften die Siebtklässler beim Astronomieprojekt, bei dem die Grundlagen für den Lerngang zur Experimenta in Heilbronn gelegt wurden. Die Ausstellungen „Entdeckerwelten“ und „Science Dome“ luden zur Anwendung des Gelernten ein.

Überschuldung vermeiden

Nach solchen Höhenflügen holte Sonja Röckel von der Volksbank Franken die Jugendlichen zurück auf den Boden der Tatsachen und machte deutlich, wie man sich vor Überschuldung schützen kann. Gleichwohl sind die Verlockungen durch die Werbung groß. Deshalb haben sich die achten Klassen mit den Mechanismen auseinandergesetzt und produzierten auch einen eigenen Werbefilm.

Geschicklichkeit war von den Achtklässlern bei der Präparation von Schweineherzen gefragt. Außerdem führten die Schüler Experimente durch. 58 Schüler der Klassenstufe neun verbrachten im Rahmen ihres Berufsorientierungspraktikums eine Woche in einem Betrieb.

Das Praktikum ist Teil des Berufsorientierungsprogramms und wird durch Bausteine wie Bewerbungstraining, Jobtag sowie den Aufbau einer digitalen Ausbildungsplattform, auf der Bewerber und Ausbildungsbetriebe zusammenkommen, ergänzt. Ab 2020 wird die Plattform den Firmen zur Verfügung stehen, um Ausbildungsangebote und Firmenvideos einzustellen, auf die im nächsten Schritt Schüler Zugang erhalten.

Ernst wurde es bei den Zehntklässlern, denn diese absolvierten mit der Eurokom den ersten Baustein ihrer Abschluss-Prüfung im Fach Englisch. Auch sonst stand die Woche für die „Zehner“ ganz im Zeichen der Abschlussprüfung. Entsprechend bot die Kompaktwoche allen Klassenstufen Lernerfahrungen außerhalb des 45-Minuten-Taktes.

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