Walldürn

Förderverein für Missionsarbeit Anton Fach, Sebastian Reichert und Maria Stolz-Günther setzen Projekt an der Secondary School in Nachungu um

Versorgung mit Trinkwasser verbessert

Archivartikel

Vier Wochen lang war Anton Fach in Tansania unterwegs, um mit dem vom Förderverein für Missionsarbeit gesammelten Spenden verschiedene Projekte zu unterstützen.

Walldürn. Im Süden von Tansania an der Grenze zu Mosambik ist die Armut der ländlichen Bevölkerung besonders zu spüren. Nur das, was die kleinen Bauern dort mit ihrer Hacke dem Busch abringen, dient dem Lebensunterhalt. Mehr als eine Mahlzeit am Tag mit dem üblichen Maisbrei und einem Gemüse ist nicht möglich. Dazu gibt es Obst, das zum Teil reichlich wächst.

Um diese Armut zu lindern, engagiert sich seit 15 Jahren der Förderverein für Missionsarbeit mit dem Vorsitzenden Anton Fach an der Spitze um eine Verbesserung der dort vorherrschenden Lebensbedingungen. Jedes Jahr besucht Fach die vom Förderverein für Missionsarbeit unterstützten Stützpunkte, um sich vor Ort von der Realisierung der vom Förderverein finanziell und mit Hilfe von Sachspenden unterstützten Projekte zu überzeugen. Neue Geld- und Sachspenden übergibt er überall dort, wo sie dringend benötigt werden und wo Hilfe benötigt wird, packt Fach selbst mit an.

Begleitet wurde der Vorsitzende während seines vierwöchigen Aufenthalts in den ersten neun Tagen von Realschullehrer Sebastian Reichert und Maria Stolz-Günther. Zunächst galt es in dieser Zeit, das Projekt der Schüler der Konrad-von-Dürn-Realschule an der Secondary School Nachungu im Süden von Tansania umzusetzen. Von den Spendengeldern in Höhe von 4700 Euro waren im Vorfeld 2500 Euro überwiesen worden, um damit Stühle und Tische, die Toilettenanlagen und drei Klassenräume renovieren zu können.

Nach der Begrüßung durch Schulleiter Urban Tamba war die Bewegungsfreiheit der Besucher aus Deutschland eingeschränkt, da zu diesem Zeitpunkt die Examensarbeiten geschrieben wurden und sowohl die fremden Lehrer wie auch die Schüler für eine Woche in der Schule einquartiert waren.

Im Anschluss an diesen Schulbesuch wurden für die restlichen 2200 Euro für die Trinkwasserversorgung der Schüler zwei 5000-Liter-Wassertanks, 50 Meter Regenrinne und Anschlüsse, Bücher für den Biologie- und Chemieunterricht und 20 Pakete Sanitär-Pads gekauft.

Beim Einbau der Tanks in zwei Metern Tiefe halfen die Schüler mit, während die Befestigung und Montage der Rinnen die Erwachsenen übernahmen.

Nach erlebnisreichen Tagen kehrten Sebastian Reichert und Maria Stolz-Günther wieder nach Deutschland zurück, während Anton Fach in den Norden Tansanias, in die Usambara-Berge reiste, um Pater Damian Milliken und die Kwamndolwa-Schwestern zu besuchen. Konnten doch aus dem Erlös des Hungermarsches im September in Hardheim 3000 Euro an die Kwamndolwa-Schwestern und 6000 Euro von privaten Spendern an Pater Damian für deren Schulen übergeben werden.

Quer durch das Land gereist

Nach 1000 Kilometern Busfahrt zurück in den Süden Tansanias organisierte Anton Fach in der Missionsstation Hingawali einen personellen Neubeginn, da der seitherige Leiter der Pfarrei mit ihren elf Außenstationen, Pfarrer Gerald, durch Pfarrer Mbemba ersetzt werden musste. Mit viel Elan wurde die Aufgaben angepackt. Das Komitee für die Bearbeitung der Felder für den Kindergarten organisierte die Rodung der insgesamt 18 Hektar großen Felder und deren Neubepflanzung zu Beginn der Regenzeit sowie die Ausbezahlung der Löhne. Für den Kindergarten mit zwei Erziehern und 70 Kindern wurde eine junge Köchin eingestellt. Für den jung verheirateten Katecheten der Pfarrgemeinde wurde das Wohnhaus an das Stromnetz angeschlossen und im Inneren verkabelt.

Zufrieden verließ Anton Fach den Süden des Landes, da er dort seine guten Beziehungen zu den Erlöserschwestern in Mtwara hatte nutzen und eine Geldkassette für alle Auszahlung hinterlegen können. Zwischenzeitlich wurden vom Erlös des Hungermarsches in Hardheim jeweils 3500 Euro an das Projekt Matanana und an Bischof Merkel überwiesen.

Über die Eindrücke und Erlebnisse seiner Reise nach Tansania berichtet Anton Fach am Montag, 20. Januar, um 19.15 Uhr im katholischen Pfarrsaal. ds

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