Walldürn

Evangelischer Kindergarten Walldürn Erster Elternabend / Programme zur Sprach- und Bewegungsförderung vorgestellt

Umweltprojekt wird erarbeitet

Archivartikel

Walldürn.Zum ersten Elternabend trafen sich die Eltern des evangelischen Kindergarten Walldürn. Nach der Begrüßung durch Leiterin Luise Rüße ließ die Elternbeiratsvorsitzende Alicja Eisenhauer das vergangene Kindergartenjahr Revue passieren.

Elternbeirat gewählt

Danach führte Pfarrer Karl Kreß die anstehenden Neuwahlen des Elternbeirats für das Kindergartenjahr 2019/2020 durch. In der Eisbärengruppe sind Michaela Weiß und Christina Morschek die Elternbeiräte, in der Pandabärengruppe sind es Susann Hemberger und Alicja Eisenhauer. Die Elternbeiratsvorsitzende ist Susann Hemberger, stellvertretende Vorsitzende ist Michaela Weiß.

Nach der Wahl klärte Pfarrer Kreß die Eltern über Aktuelles und Finanzielles auf – auch im Hinblick auf die Aufstellung des neuen Spielgeräts und die damit zusammenhängende zeitliche Verzögerung. Weiter berichtete er von Verhandlungen mit der Stadt wegen der bevorstehenden Veränderungen bei der Umgestaltung des neuen Zugangsweges.

Luise Rüße informierte die Eltern schließlich über das Umweltprojekt, das mit den Kindern in den nächsten Wochen und Monaten erarbeitet werden soll, stellte die Ziele und Inhalte vor und zeigte anhand eines Informationsplakates die wesentlichen Bereiche, die den Erzieherinnen in ihrer Arbeit an dieser Stelle wichtig sind.

Ein kurzes Referat über das Sprachförderkonzept „Spatz“ folgte. Dieses Konzept beinhaltet die Intensive Sprachförderung im Kindergarten für Vorschulkinder (ISK) und „Singen, Bewegen, Sprechen“ (SBS). Beide Methoden sind vom Land Baden-Württemberg geförderte Bildungsangebote und werden in der Walldürner Einrichtung durchgeführt. Da die frühkindliche Sprachbildung und Sprachförderung bildungspolitische Anliegen sind, sollen Kinder frühzeitig Unterstützung erfahren.

Carina Schubert gab einen Einblick in die ISK. Mit 120 Zeitstunden pro Kindergartenjahr wird diese Maßnahme von ihr durchgeführt. Voraussetzung ist ein von der Erzieherin oder bei der Einschulungsuntersuchung festgestellter Sprachförderbedarf.

Martina Tippelt und Claudia Meder stellten die SBS vor, ein vom Land gefördertes Bildungsangebot zur ganzheitlichen Förderung für die Kinder des mittleren Jahrgangs. Die Stunden werden von einer zertifizierten Lehrkraft der städtischen Musikschule durchgeführt. Eine Erzieherin des Kindergartens ist jeweils mit dabei. Dieses Tandem ermöglicht es, das Erlernte im Kindergartenalltag einzusetzen und fortzuführen.

Besondere Bereiche von SBS sind zum Beispiel „Spielerisches Lernen über das ganzheitliche Erleben“, „Musik als Medium, um Sprache zu fördern“, „Arbeit im Tandem“ und ein ausgewogener Wechsel von Singen , Sprache und Bewegung.

Die Ziele sind unter anderem die Förderung der Sprachentwicklung, das Erreichen der Schulfähigkeit, die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung, des Selbstbewusstseins, der sozialer Kompetenzen, der kognitiven Fähigkeiten und der Aufbau eines Körperbewusstseins inklusive grob- und feinmotorischer Fähigkeiten.

Das Rhythmusgefühl wird gefördert und gestärkt.

Die Inhalte von Singen, Bewegen, Sprechen sind unter anderem Atemspiele, das Experimentieren mit der Stimme, der Aufbau eines Liedrepertoires, Körperspannung , Gleichgewichtsgefühl und Geschicklichkeit fördern sowie das Kennenlernen verschiedener Fortbewegungsarten. Die Rechts-Links-Koordination wird geübt und verbessert.

Die Lippen- und Zungenmotorik soll angeregt, die Artikulation verbessert und der Wortschatz erweitert werden.

Zum Abschluss wurde in Kurzform ein Stundenbild vorgestellt. Bei Zwiebelkuchen und neuem Wein tauschte man sich in gemütlicher Runde noch aus, was den informativen Abend abrundete.

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