Walldürn

Orgelkonzert in der Basilika Dr. Wieland Weinhold präsentierte ein „lebendiges Klangfeuerwerk aus Italien“ auf der Dauphin-Orgel

Temporeich, kraftvoll und unglaublich rasant

Walldürn.Der thüringische Universitätsorganist Dr. Wieland Weinhold aus Weimar erfreute nahezu 70 Besucher in der Basilika mit einem „lebendigen Klangfeuerwerk aus Italien“, gespielt auf der Dauphin-Orgel. Zu hören war in dem einstündigen Konzert Barockmusik, die durch die Virtuosität und die fabelhafte Spieltechnik des Organisten zur Geltung kam.

Variantenreiches Spiel

Zuvor hatte Stadtpfarrer Pater Josef Bregula die Konzertbesucher aufgefordert, sich von den Klängen ergreifen zu lassen. Nach einführenden Worten zog der weltweit gefragte Interpret und Komponist für Orgelmusicals das Publikum mit seinem vielschichtigen und variantenreichen Spiel auf der „Königin der Instrumente“ in seinem Bann.

Alle zehn Darbietungen hinterließen einen Eindruck von Souveränität. Immer wieder war eine vom Temperament des Organisten geprägte gelungene Interpretation der italienischen Meisterwerke zu hören – temporeich, vital, kraftvoll und mit einer unglaublichen Rasanz.

Eröffnet wurde das Konzert mit der „Toccata cromatica per l’Elevazione Canzona dopo l’Epistola“ von Girolamo Frescobaldi. Schon dieses Stück ließ den Organisten die Fülle der mannigfaltigen Spielmöglichkeiten der Dauphin-Orgel aufzeigen. Diesem Stück ließ Weinhold Antonio Vivaldis „Concerto G-Dur“ aus op. 3 in der Transkription von Jo-hann Sebastian Bach mit den drei Sätzen Allegro, Adagio und Presto folgen. Zweifellos einer der Höhepunkt dieses Konzertes.

Es schlossen sich die von dem Organisten dargebotene „Pastorella C-Dur für Orgel“ von Domenico Zipoli, die „Sonate d-Moll für Orgel“ von Domenico Scarletti und das „Concerto D-Dur“ (Andante) von Giu-seppe Tartini an.

Als weitere Stücke hatte der Organist das „Concerto D-Dur“ von Alessandro Marcello mit den Sätzen Grave und Vivace-Grave, das „Concerto d-Moll (Allegro) für Orgel“ von Guiseppe Torelli in der Bearbeitung von Johann Gottfried Walther sowie das „Concerto A-Dur“ von Giorgio Gentili mit den drei Sätzen Allegro, Adagio und Allegro ausgewählt.

Anschließend brillierte Weinhold mit den vier Präludien in D-Dur, g-Moll, d-Moll und A-Dur von Arcangelo Gentili. Abschließender Höhepunkt war das in beeindruckender Weise dargebotene „Adagio g-moll“ von Tommasso Albinoni.

Ein lang anhaltender Schlussapplaus dokumentierte noch einmal eindrucksvoll, welch großen Anklang das Konzert fand. Mit einer Zugabe verabschiedete sich der Organist von seinem Publikum. ds

Zum Thema