Walldürn

Leserbrief Zu „Grundzüge für Sanierung skizziert“ (11. Oktober)

Straßen entschleunigen

Dass man sich langfristig über die Sanierung der Gregor-Mendel- Straße in Walldürn bei deren Zustand bereits jetzt Gedanken macht, ist löblich.

Aber dann schlägt wieder einmal die „Kreativität“ der Walldürner Stadtverwaltung zu. Man plant einen klassischen Staßenausbau mit sechs Meter breiter Fahrbahn und jeweils 1,5 Meter Fußgängerweg. Parkbuchten? Fehlanzeige. Pflanzquartiere? Fehlanzeige.

Punkt. Aus. Fertig. Aha, hat unsere Verwaltung schon einmal vom Ratschlag des Umweltbundesamtes zum „Rückbau der autogerechten Stadt“ gehört. Viele Gemeinden geben sich die größte Mühe, ihre Straßen zu entschleunigen, verkehrsberuhigte Bereiche einzurichten, Fußgängern und Radfahrern den Vorzug zu geben.

Wollen wir denn weiterhin Straßen wie die Dr.-Trautmann-Straße oder die Obere Vorstadtstraße, wo jeder Fehltritt Lebensgefahr bedeutet? Ich hoffe inständig, dass langsam ein Umdenken bei den Stadträten stattfindet, die der Verwaltung Paroli bieten.