Walldürn

Im Walldürner Ortsteil Einer der ältesten Fußballvereine der Kreise Buchen und Miltenberg / Rückblick in eine wechselvolle Geschichte

Spielverein Rippberg feiert 100-jähriges Bestehen

Rippberg.Der SV Rippberg ist am 10. Oktober 100 Jahr alt geworden. Ein stolzes Jubiläum für den Verein. Er gehört damit zu den ältesten Fußballvereinen der Kreise Buchen und Miltenberg.

Gründungsmitglieder

Der Spielverein Rippberg 1920 wurde am 10. Oktober 1920 von den Gründungsmitgliedern Heinrich Bauer, Josef Bauer, Wilhelm Bauer, Julius Bundschuh, Rudolf Friedrich, Eduard Kern, Otto Leis, Robert Loster, Heinrich Ott, Josef Trabold, Otto Trabold, Josef Weckbach und Josef Wittmann ins Leben gerufen.

Da in den Anfangszeiten des Vereins kein eigener Sportplatz zur Verfügung stand, wurden die Verbandsspiele zunächst in Walldürn, auf dem Sportplatz des FC Kickers Walldürn, und später auf der Hammerwiese ausgetragen. Im August 1922 wurden die Bemühungen um ein eigenes Sportgelände belohnt, und der Verein erhielt unterhalb des Friedhofes, am Geispark, eine Wiese zugeteilt. In Gemeinschaftsarbeit wurde dann ein Sportplatz angelegt. In den 1920er/1930er Jahren konnten einige Meisterschaften im Sportkreis Miltenberg erzielt werden. Während des Zweiten Weltkrieges kam der Spielbetrieb komplett zum Erliegen.

Kurz nach dem Krieg spielten einige Rippberger Fußballspieler beim FC Kickers Walldürn. 1946 rief Karl Pfeiffer, der spätere Vorsitzende, den „auf dem Papier“ bestehenden Verein wieder neu ins Leben.

Ebenfalls im Jahre 1946, als der Sport- und Schulbetrieb in der Gemeinde Rippberg wiederauflebte, war die Beschaffung eines Sportplatzes für die Gemeinde und Schule eine dringende Aufgabe geworden. Das früher genutzte Sportgelände war während des Krieges verbaut worden. Mit dem Jahre 1963 brach für den Rippberger Sportverein ein neuer Abschnitt in seiner langjährigen Geschichte an. Die Einweihung des neuen Sportgeländes im Eiderbachtal am Ziegelhüttenfeld bedeutete Abschied vom schon legendären Sportplatz im Marsbachtal, in dem so erfolgreiche sportliche Triumphe gefeiert werden konnten und der die Geburtsstätte des Rippberger Fußballs war.

Das Spieljahr 1963/64 bescherte dem SV Rippberg die Meisterschaft in der A-Klasse Buchen und den damit verbundenen Aufstieg in die Amateurliga Odenwald.

Neue Abteilungen

Im Jahre 1970 wurde von damals elf Gründungsmitgliedern Bernhard Bernsmann, Bernhard Bundschuh, Kurt Bundschuh, Adalbert Gebert, Rudolf Marzini, Heinrich Mosbacher, Herbert Preis , Franz Preis, Roland Schipka , Rudolf Sochor und Josef Wagner (erster Abteilungsleiter) die Abteilung Sportschützen ins Leben gerufen und als erste von später drei neuen Abteilungen dem seit 1920 bestehenden Spielverein Rippberg angeschlossen.

Die sportliche Palette erweiterte sich im Jahre 1973, als die Gymnastikabteilung von Rosemarie Weinlein und Marita Kudimov gegründet wurde. Diese Abteilung fand bei den Frauen sofort Anklang, so dass sich die Mitgliederzahl des RSV um 65 Personen erhöhte.

Um ein möglichst breites Angebot bieten zu können, wurden in den weiteren Jahren diverse Untergruppen ins Leben gerufen; so zum Beispiel Kinderturnen, Seniorengymnastik, Männerbewegung, Thai-Bo und weitere Angebote.

Im Jahr 1973 wurde der Grundstein für den Bau des Clubheims gelegt. Im Juni 1977 konnte zur Freude aller die Fertigstellung der Clubheimerweiterung gefeiert werden. Das Clubheim, das mittlerweile über zwei Stockwerke verfügte, war nun Heimat nicht nur für die Fußballer, sondern auch für die Schützen geworden. Im Clubheim des SV Rippberg trafen sich am 13. Dezember 1978 zwanzig Freunde des Tischtennissports. Dabei wurde beschlossen, sich dem SV Rippberg anzuschließen und eine Tischtennisabteilung zu gründen. Die Gründungsversammlung wählte Hubert Stich zum Abteilungsleiter, Rudolf Schorr zum Stellvertreter, Alfred Hirschner zum Schriftführer, Helmut Daubner zum Kassier sowie Hans Scherer zum Trainer. Als Jugendtrainer wurde Udo Loster und als Schülertrainer Klaus Wackenreuther gewählt.

Aufgrund zunehmender Kritik am alten Hartplatz des SV Rippberg entschloss sich der Vorstand 1994, den bestehenden Hartplatz in einen Rasenplatz umzuwandeln, welcher 1995 dem Spielbetrieb übergeben werden konnte. Aufgrund des demographischen Wandels in der Gesellschaft war die Fußballabteilung des SV Rippberg im Spieljahr 2017 gezwungen, eine Spielgemeinschaft mit dem SV Wettersdorf/Glashofen im Seniorenbereich einzugehen. Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie musste sowohl das Sportfest als auch die geplante heutige Jubiläumsveranstaltung leider abgesagt werden. hape

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