Walldürn

Chorgemeinschaft Rippberg Rückblick auf vielfältige Aktivitäten in der Zeit vor Corona / Nachfolger für Chorleiter Edi Farrenkopf gesucht

Sorgenvoller Blick in die Zukunft

Rippberg.Seit Beginn der Corona-Pandemie mussten die Mitglieder der Chorgemeinschaft Rippberg auf Proben und Auftritte verzichten. In der Mitgliederversammlung richtete Vorsitzender Manfred Pfeiffer seinen Blick deshalb auf die Zeit als der Vereinsbetrieb noch uneingeschränkt möglich war. Demnach absolvierten 29 Sängerinnen und Sänger von 2019 bis März diesen Jahres 34 Proben und 15 Auftritte in der Kirche und bei Anlässen der Gemeinde. Als Höhepunkte nannte Pfeiffer den Liederabend in Gerichstetten, die Ehrungsmatinee des Sängerkreises Buchen in der Rippberger Sporthalle und das große Konzert „Laudate“ mit mehr als 300 Aktiven in der Sankt- Marien-Kirche Walldürn anlässlich des Jubiläumsjahres „1225 Jahre Walldürn“.

„Die Anforderungen an den Chor waren immer enorm“, so der Vorsitzende. Dank Chorleiter Edi Farrenkopf, der es verstehe, auf die jeweiligen Situationen einzugehen, könne man mit den Auftritten sehr zufrieden sein. Einem Abgang standen im Alt zwei neue Sängerinnen gegenüber. Bei den Männerstimmen, besonders im Tenor, werde es langsam kritisch, eine singfähige Stimme zu erhalten. Diesbezüglich dankte Pfeiffer den Tenören Peter Kern und Thomas Kern, die bei keiner Proben und bei keinem Auftritt fehlten.

Bei den Proben waren im Schnitt 24 Sänger (80,3 Prozent) anwesend. Am stärksten vertreten war der Tenor (85,7 Prozent), gefolgt von Alt (82,4 Prozent), Bass (76,9 Prozent) und Sopran (76,1 Prozent).

Die Mitglieder der Chorgemeinschaft waren bei den Fastnachtsveranstaltungen der Rippberger Vereine und beim Dreikönigsschießen des SV Rippberg aktiv beteiligt. Auch die Geselligkeit kam im zurückliegenden Jahr nicht zu kurz.

Sorgen bereitet dem Chor die Tatsache, dass Chorleiter Edi Farrenkopf seine Tätigkeit zum Jahresende beenden wird. „Seine Arbeit in all den 18 Jahren war hervorragend“, konstatierte Pfeiffer. „Es ist sehr schwer, einen Nachfolger zu finden.“ Zudem steige der Altersdurchschnitt der Chormitglieder stetig. Das Werben um Nachwuchs, besonders für die Männerstimmen, habe bislang nicht gefruchtet. „Vielleicht erkennt man erst wenn der Chor an einem Termin nicht mehr singt, was in der Gemeinde fehlt“, so der Vorsitzende. „Dieser Tag wird kommen wenn nichts geschieht.“

Ältester aktiver Verein in Rippberg

Die Chorgemeinschaft sei zurzeit der älteste aktive Verein in Rippberg. Bei den passiven Mitgliedern sei ebenfalls ein Rückgang zu verzeichnen. Auch auf diese Unterstützung der Mitglieder sei man angewiesen.

Im Anschluss dankte Chorleiter Edi Farrenkopf den Mitgliedern für die gute Zusammenarbeit. Schriftführerin Eva Maria Kötter ließ nochmals die vielen Aktivitäten im Jahresverlauf Revue passieren.

Über den Stand der Vereinsfinanzen berichtete Kassenführerin Isolde Berberich. Die Kassenprüferinnen Irmgard Kern und Brigitte Bystricky bescheinigten eine gute Kassenführung. Die Entlastung des gesamten Vorstands fiel einstimmig aus.

Ortsvorsteher Wolfgang Stich lobte in seinem Grußwort die gute Arbeit des Chor im Jahresverlauf. Besonders ging er auf das Laudate-Konzert in Walldürn ein. Weiter teilte Stich mit, dass der Donnerstag in der Sporthalle für die Vereine nach Absprache freigehalten wurde. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Eva Maria Kötter dankte dem Chor für die gute Zusammenarbeit. Es folgten im Anschluss die Ehrungen langjähriger aktiver Mitglieder der Chorgemeinschaft und des Cäcilienverbands (siehe Infobox).

Die Wahlen der Vorstandsmitglieder brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzender Manfred Pfeiffer, stellvertretender Vorsitzender Alexander Giegerich, Schriftführerin Eva Maria Kötter, Kassiererin Isolde Berberich, Kassenprüfer Irmgard Kern und Brigitte Bystricky, Beisitzer Gotthard Dell, Silke Beuchert, Sabine Hohlfeld und Bernadette Stich, Notenwartin Irmgard Kern sowie die Fahnenträger Thomas Baier und Thomas Kern. Zuvor waren Doris Seitz als langjährige Schriftführerin sowie Beisitzer Walter Gärtner aus dem Vorstand verabschiedet worden. Der stellvertretende Vorsitzende sprach noch einmal die Suche nach einen neuen Chorleiter an. „Mit Edi Farrenkopf verlieren wir zum Jahresende einen kompetentem Chorleiter“, so Giegerich. Im Gespräch sei man bereits mit einer Chorleiterin aus dem hiesigen Raum, die Interesse signalisiert habe, den Chor zu leiten. Wegen der Corona-Krise sei es derzeit jedoch nicht möglich, eine gemeinsame Vorstellung und Probe durchzuführen.

Giegerich wünschte sich, dass die Chormitglieder in dieser schweren Zeit zusammenhalten und weitermachen, so dass die Chorgemeinschaft Rippberg auch in Zukunft existiere.

Am Ende der Versammlung gab Vorsitzender Manfred Pfeiffer bekannt, dass die Cäcilienfeier und das alle zwei Jahre stattfindende Adventskonzert in diesem Jahr dem Coronavirus zum Opfer fallen.

Edi Farrenkopf wolle dennoch man zum Jahresende würdig verabschieden. hape

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