Walldürn

Neujahrsempfang der CDU Mitglieder geehrt / Vorträge von MdB Nina Warken und MdB Alois Gerig

Rückblick auf „ein Jahr der Aktivitäten“

Ehrungen und Berichte standen beim Neujahrsempfang der CDU auf dem Programm. Referate hielten die MdB Nina Warken und Alois Gerig. Das Wahljahr“ 2021 wirft seine Schatten voraus.

Walldürn. Ein fester Termin zum Jahresbeginn ist der Neujahrsempfang des CDU-Stadtverbandes Walldürn, der am Sonntag im Café Leiblein stattfand. Das Programm sah neben Referaten der Bundestagsabgeordneten Alois Gerig und Nina Warken auch eine Vielzahl von Ehrungen vor.

„Jahr der Aktivitäten“

Eingeleitet wurde der Nachmittag von Stadtverbandsvorsitzendem Fabian Berger. Mit den besten Wünschen zum „jungen Jahr“ animierte er zu Vertrauen und Zuversicht. Nach dem Totengedenken blickte er in seiner Neujahrsrede auf die Höhepunkte des Jahres 2019 zurück. „Wenngleich es nach den Kommunalwahlen etwas ruhiger in der Parteiarbeit wurde, blicken wir auf ein ‚Jahr der Aktivitäten’ zurück“, bilanzierte Berger und formulierte das für 2020 gesteckte Ziel darin, „die inhaltliche Arbeit in Fraktion und Partei weiter zu stärken“.

Zwar wurde 2019 mehrheitlich von den Wahlen mit Vorbereitung und Nachlese geprägt, doch habe man unabhängig davon breite Basisarbeit geleistet und sich etwa mit Vertretern der örtlichen Vereine getroffen. „Hier ergaben sich Gespräche worauf auch die, durch die CDU-Fraktion beantragte, Einführung des Ehrenamtspasses basiert“, ließ Berger wissen.

Neben einem Gedankenaustausch mit Minister Peter Hauk traf man sich zu diversen Vorstandssitzungen. Akzente setzten auch das Wirtschaftsforum mit Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, die Stadtrundfahrt und der Informationsstand am Blumen-und-Lichter-Fest mit reger Beteiligung der Jungen Union, denen Berger für ihr Engagement dankte.

Aber auch das Gesellige kam nicht zu kurz: So erkundete man bei der Frühjahrswanderung „Kurioses zwischen Baden und Bayern“ und war mit Geopark-Vor-Ort-Führer Ralf „Zack“ Zang schwer „auf Zack“. Das Ferienprogramm entfiel aufgrund zu geringer Anmeldezahlen, wobei man die Teilnahme heuer wieder anstrebe.

Lob für Engagement

Im Hinblick auf die Kommunalwahlen dankte Berger allen Kandidaten: „Es ist keine Selbstverständlichkeit, ehrenamtlich und politisch engagiert seine Philosophie zu vertreten“, lobte er. Zwar habe man nicht alle Listenplätze besetzen, aber doch eine „großartige Truppe“ in den Wahlkampf schicken und mit 14 Stadträten das Ergebnis der letzten Wahl nochmals verbessern können. „Wir blieben stärkste Kraft im Gemeinderat“, betonte Berger. Aktuell werfe das „Superwahljahr“ 2021 seine Schatten voraus.

Kritische Töne

Durchaus kritische Töne schlug MdB Nina Warken an. „Wenn wir ein weiteres goldenes Jahrzehnt wollen, müssen wir jetzt anpacken“, hielt sie fest. Auch die Bonpflicht stoße „zu Recht auf verärgerte Bürger“; man dürfe nicht als „Verbieterich“ auftreten, sondern Mut und Innovationsdenken zeigen. Nur so könne die Politik Grundlagen dafür schaffen, das Image der Bundesrepublik als „Land der Innovationen und des Denkens“ zu erhalten. Gerade im ländlichen Raum sei es wichtig zu investieren, um ihn nicht „abzuhängen“; auch innere und äußere Sicherheit verlangen nach geschulten Blicken.

MdB Alois Gerig wiederum lobte die „in Walldürn sehr gute Basisarbeit“ und bezeichnete die Christdemokraten als „Partei des ländlichen Raums, die dort ihre Stärken ausspielt“.

Neuen Herausforderungen im neuen Jahrzehnt möge man mit Zuversicht, Mut und Entschlossenheit die Hand reichen: „Die politischen Rahmenbedingungen sind nicht schlecht“, bekräftigte Alois Gerig und animierte zu gezielter Nutzung der Digitalisierung, ehe er den hohen Wert regional erzeugter Lebensmittel im Sinne auf den Klimawandel und kurze Transportrouten propagierte.

Kommune handlungsfähig

Stellvertretender Fraktionsvorsitzender Uwe Berberich kam zu einem soliden Fazit, nachdem er diverse Walldürner Haushaltsposten beleuchtete: „2020 ist dank gut gefüllter Rücklagen keine Neuverschuldung geplant“, hielt er fest und bezeichnete Walldürn als „handlungsfähige Kommune“. Dennoch möge man für die demokratische Verwurzelung noch stärker denn je einstehen, um extremen Gruppierungen kein Forum zu bieten.

Seitens der JU Walldürn stellte sich deren neuer Vorsitzender David Schiffmacher vor, um zu „neuem Elan“ aufzurufen. Nach den Ehrungen dankte Fabian Berger für die gute Zusammenarbeit und leitete zum gemütlichen Ausklang über. ad

Zum Thema