Walldürn

In der Nibelungenkaserne 14 Rekruten des Logistikbataillons 461 legten das feierliche Gelöbnis ab

Rechtsstaatliche Grundsätze verteidigen

Walldürn.Eine Feierstunde zum Gelöbnis von insgesamt 14 am Bundeswehrstandort Walldürn stationierten Rekruten des Logistikbataillons 461 fand am Donnerstagnachmittag auf dem Appellplatz in der Nibelungenkaserne statt. Auch dieses Mal wieder bedingt durch die Coronapandemie unter anderen Rahmenbedingungen als sonst üblich: Unter Ausschluss der Öffentlichkeit, ohne Eltern, Familienangehörige, Freunde und Bekannte, ohne Grußansprachen.

Nach dem Antreten der Rekruten sowie der Kompanie-Abordnungen und dem Einmarsch der Truppenfahne sagte Oberstleutnant Dirck Radunz, Kommandeur des Logistikbataillons 461, dass die zum feierlichen Gelöbnis angetretenen Rekruten sinnbildlich – und vorbildlich – für die gesamte Bundeswehr und die tiefe, mittlerweile selbstverständliche Einbettung der Soldaten in die Demokratie der Bundesrepublik Deutschland dort stehen würden.

Als Bundeswehrsoldaten stünden diese weltweit für Sicherheit und Freiheit und würden, ebenfalls weltweit, in zahlreichen Einsätzen und Missionen bestehen. Sie würden deshalb bestehen, weil sie sich in der Ausbildung und Vorbereitung an Einsatz und Gefecht orientieren würden, auch wenn dies nicht immer mit dem Lebensgefühl der jeweiligen Freunde und Angehörigen übereinstimme.

Sie würden deshalb auch bestehen, weil Gehorsam, Tapferkeit, Disziplin, Treue und Pflichterfüllung Teile des soldatischen Selbstverständnisses seien. Sie würden bestehen, weil sie klar und mit Haltung führen würden, und stark genug seien, Befehle aus Einsicht und Vertrauen heraus auszuführen.

Und an diesem Tag nun würden die Rekruten Teil dieses „Wir“, Teil der „soldatischen Familie“. In wenigen Minuten würden die Rekruten schwören beziehungsweise geloben, der Bundesrepublik Deutschland treu zu diesen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. Alle Soldaten der Bundeswehr hätten dies geschworen oder gelobt.

Gegenseitige Treueverpflichtung

Im Kern besiegele man mit der Eidesformel die gegenseitige Treueverpflichtung: Eine Treue zwischen dem Dienstherren und allen Soldaten, eine gegenseitige Treue, die von jedem Einzelnen Haltung und Pflichterfüllung fordere, oder in anderen Worten etwas bodenständiger ausgedrückt: „Ich erwarte, dass Sie Ihre Pflichten genauso kennen wie Ihre Rechte. Ich erwarte, dass Sie sich mit dem Soldat-Sein und dem Dienen auseinandersetzen und identifizieren, Kameradschaft leben, unabhängig von Geschlecht, Glauben, Herkunft, Aussehen oder Könen. Und ich erwarte von allen, dass wir mit Herz und Verstand unsere soldatische Gemeinschaft gemeinsam gestalten, mit Einsicht, Überzeugung und Vorbild, mit Erklärung und kritischer Auseinandersetzung, mit Vertrauen, so dass Befehle auch gegeben und befolgt werden können, wenn für Diskussionen keine Zeit ist.“

Als Kommandeur des Logistikbataillons 461 in Walldürn freue er sich sehr darüber, die Rekruten an diesem Tag nun in diese soldatische Gemeinschaft mit einem feierlichen traditionellen Akt aufnehmen zu können. Zum Abschluss dankte der Kommandeur allen Rekruten für deren mit diesem feierlichen Gelöbnis gezeigte Bereitschaft, freiwillig für die Bundesrepublik und alle ihre Bürger einzustehen. Wer die Werte und rechtsstaatlichen Grundsätze im täglichen Dienst erlebe, werde diese auch aus innerer Überzeugung verteidigen – das sei das Ziel.

Der Rekrut OA Theiß schilderte in seiner Rede die Eindrücke und Empfindungen, welche ihn mit dem Soldatenberuf und den Erlebnissen aus der Grundausbildung verbinden.

Das „Feierliche Gelöbnis“ folgte. Diesen Gelöbnisworten schloss sich das Abspielen der deutschen Nationalhymne an. Mit dem Ausmarsch der Truppenfahne, der Rekruten und der angetretenen Kompanieabordnungen klang der offizielle Teil des Gelöbnisses in der Kaserne dann aus. ds

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