Walldürn

Badische Landesbühne „nichts, was uns passiert“ am 18. März in Walldürn zu sehen

Preisgekrönter Roman auf der Bühne

Archivartikel

Walldürn.Als eines der ersten Theater zeigt die Badische Landesbühne zurzeit den Roman „nichts, was uns passiert“ von Bettina Wilpert auf der Bühne und gastiert mit der Fassung von Christine Künzel am 18. März, 19.30 Uhr im Haus der offenen Tür.

Der Debütroman der jungen Leipziger Autorin erschien im Februar 2018 und wurde im selben Jahr mit dem „aspekte-Literaturpreis“, dem wichtigsten Preis für deutsche Erstlingsprosa, ausgezeichnet. Die Inszenierung von Ruth Messings feiert am 16. November in Bruchsal erfolgreiche Premiere. Wilpert greift in „nichts, was uns passiert“ ein Thema auf, an dem man sich leicht die Finger verbrennen kann, denn sie begibt sich auf die Spurensuche einer Vergewaltigung, die – und das ist der springende Punkt – ebenso gut real wie erfunden sein könnte. Was Anna als Vergewaltigung erlebt hat, war für Jonas nicht der beste, aber ohne den geringsten Zweifel einvernehmlicher Sex. Er fühlt sich gebrandmarkt, sie sieht sich als Falschbeschuldigerin diffamiert. Denn bald wird überall über den Fall gesprochen. Was ist in besagter Nacht wirklich passiert? Berichte von Anna und Jonas, von Freunden, Verwandten, Uni-Professoren, WG-Mitbewohnern und Arbeitgebern ergeben ein widersprüchliches, komplexes Bild.

„Die Autorin gibt einem nicht zuletzt durch ,MeToo’ drängend gewordenen Thema unserer Zeit eine literarische Stimme. Dabei gelingt ihr das Kunststück, sich auf keine Seite zu schlagen, und das tut sie in einer stilistisch einzigartigen und konsequenten Weise, die preiswürdig ist“, so die Jury des „aspekte-Literaturpreises“.

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