Walldürn

Im Odenwälder Freilandmuseum Am Pfingstmontag drehte sich alles um die 1950er-Jahre / Besucher kamen in Scharen

Modenschau und Tanz boten Zeitgeist

Im Freilandmuseum drehte sich am Montag alles um die 1950er-Jahre. Die Besucher kamen in Scharen, auch um einen Blick in das Haus „Bär“ zu werfen oder die Modenschau zu sehen.

Gottersdorf. Die Epoche der Nachkriegszeit, der Wiederaufbau Deutschland, das Wirtschaftswunder – das alles wurde im Haus „Bär“ von den Museumsmitarbeitern präsentiert. Die Besucher mussten zeitweise vor dem Gebäude etwas ausharren, um einen Blick in das Innere werfen zu können. Dieses gut erhaltene Haus aus den 1950er-Jahren beherbergt heute noch komplett eingerichtete Zimmer aus jener Zeit.

Vor der Tür wurden Spiele aus der damaligen Zeit geboten, wie Seifenblasen, Gummitwist oder mit dem Dreirad und Holzroller fahren. Im Jugendzimmer, auch „Elviszimmer“ genannt, – in dem sich zwei Elvis-Starschnitte an der Wand befinden, noch original aus der Jugendzeitschrift Bravo – trafen die Besucher Gerd Rapp, einen Elvis-Imitator in Uniform aus der damaligen Zeit.

Sehr begehrt war auch an diesem Tag ein Blick in die Küche des Hauses. Hier präsentierten die Frauen des Höpfinger Heimatvereins den Besuchern den berühmten sonntäglichen Kuchen der Nachkriegszeit, den kalten Hund – bestehend aus Butterkeksen und viel Schokoladenglasur. Daneben gab es noch weitere Spezialitäten aus der Zeit, etwa den Fliegenpilz und den Käseigel.

Im Haus und vor dem Gebäude hatten sich die Besucher vieles aus diesen Jahren zu erzählen. Viele Erinnerungen an die eigene Kindheit und die Jugend wurde bei manchem Besucher wieder geweckt.

Der Höhepunkt des Tages waren die beiden Modeschauen in der Bürgstadter Dreschhalle. Hier zeigte Nicole Jünemann aus Weiterstadt mit ihren Freunden, alles Hobbymodels aus der Umgebung von Weiterstadt, Mode aus den 1950er-Jahren die sie teils selber genäht haben oder sich geliehen haben.

Moderiert wurde die Modenschau von Stefan Weisse, der die Geschehnisse der 1950er Jahre Revue passieren ließ. Nicole Jünemann erklärte den jeweiligen Modestil und das dazugehörige und passende Accessoire.

Die Frauen zeigten Cocktailkleider, Etuikleider oder Sommerkleider, die Männer Hilli Billy-Mode sowie lässige Kleidung aus der Zeit.

Unter der Anleitung von Beate und Wolfgang Deike von der Tanzschule Deike aus Kleinwallstadt konnten dann die Besucher ihre Hüften zu fetziger Musik vor dem Haus „Bär“ schwingen lassen. Unter fachkundiger Anleitung wurden den Besuchern Tanzschritte beigebracht. Alle die mutig waren, hier mitzumachen, hatten ihren Spaß am Tanzen.Die nächste Veranstaltung ist am Sonntag, 16. Juni, das Spinn- und Handarbeitstreffen. hape

Info: Weitere Bilder gibt es unter www.fnweb.de im Internet.