Walldürn

Nachruf Markus Mai überraschend im Alter von 52 Jahren gestorben

Markante Persönlichkeit und Vorbild für Jugend

Walldürn/Rosenberg.Viele Menschen in der Region haben Markus Mai in den vergangenen Jahrzehnten als engagierten Vereinsfunktionär, begeisterten Fastnachter und passionierten DJ kennengelernt. Am 1. Januar ist der gebürtige Walldürner völlig unerwartet im Alter von nur 52 Jahren gestorben. Seitdem ist die Anteilnahme mit der Familie groß. In persönlichen Gesprächen und in den sozialen Netzwerken zeigten sich viele Freunde und Bekannte des sympathischen Wahl-Rosenbergers tief erschüttert.

Aufgewachsen war Markus Mai in Walldürn. Nach der Mittleren Reife 1985 wechselte er von der Konrad-von-Dürn-Realschule ans Wirtschaftsgymnasium der Frankenlandschule, wo er das Abitur ablegte. Es folgte ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Berufsakademie in Mannheim. Als Betriebswirt arbeitete Markus Mai bis zu seinem plötzlichen Tod beim Getriebehersteller Magna (ehemals Getrag) am Standort in Rosenberg.

In der Freizeit galt seine Leidenschaft von jeher dem Fußball. In der Jugend schnürte er für die SV „Fortuna“ Walldürn die Kickschuhe, als Erwachsener zunächst ebenfalls für die „Grünen“ und nach der Fusion für die Eintracht ’93. Nach seiner aktiven Laufbahn blieb Markus Mai dem Verein treu und pendelte dafür regelmäßig zwischen seinem Wohnort Rosenberg und dem Sportgelände Süd in Walldürn.

Jahrelang setzte er als engagierter Jugendleiter, Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Angelegenheiten und stellvertretender Vorsitzender mit seiner zupackenden Art bleibende Akzente.

„Der Verein verliert eine markante Persönlichkeit, die immer das Vereinswohl im Blick gehabt hat“, bringt Eintracht-Vorsitzender Jürgen Mellinger die Verdienste des Verstorbenen in 42 Jahren Mitgliedschaft auf den Punkt. Im „großen“ Sport schlug das Herz von Markus Mai für den VfB Stuttgart. Mit der Mannschaft mit dem roten Brustring fieberte er Woche für Woche leidenschaftlich mit.

Gemeinsam mit Michael Gräser hat Markus Mai in den vergangenen drei Jahrzehnten als DJ Crazy & Maio“ Kultstatus in der Region erlangt. Bei vielen Partygängern werden die Auftritte des „Powerduos“ vor allem an Fastnacht in Erinnerung bleiben.

Bei der „Affenfete“ der Walldürner Kolpingsfamilie hatten sich die beiden 1991 kennengelernt und seitdem mehr als 500 Auftritte absolviert. Seine Verbundenheit mit der närrischen fünften Jahreszeit bewies er zuletzt im vergangenen Jahr, als er mit seiner Frau Silke als Prinzenpaar der Narrenzunft „Rouschebercher Milchsäuli“ die Baulandgemeinde Rosenberg regierte.

Der 52-Jährige hinterlässt neben seiner Frau seine drei Kinder. Mit ihnen und den Angehörigen trauern zahlreiche enge Weggefährten, ehemalige Mitschüler, Freunde und Bekannte von Markus Mai. Corona-bedingt wollen sie des Verstorbenen am Tag der Beerdigung im Stillen gedenken. rs/Bild: VBF

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