Walldürn

CDU-Fraktion tagte in Walldürn Für und Wider des Flächennutzungsplans 2030 diskutiert / „Bedarfsgerecht neue Baugebiete ausweisen“

Kläranlage entspricht an vielen Stellen nicht mehr dem heutigen Standard

Archivartikel

Walldürn.Die Abwasserthematik ist ein Thema, welches den Gemeinderat intensiv beschäftigt. Daher informierten sich die Mitglieder der CDU-Fraktion vor Ort bei einer Besichtigung der Kläranlage Walldürn über die Herausforderungen, die anstehen.

Mit seiner Fachexpertise zeigte der Abwassermeister Florian Dörr an den einzelnen Stationen auf, wie aus dem Abwasser wieder sauberes Wasser entsteht, welches zurück in den Marsbach geführt wird. Es wurde jedoch auch klar, dass die Anlage in die Jahre gekommen ist und an vielen Stellen nicht mehr dem heutigen Standard entspricht. Ergänzend zu den technischen Ausführungen von Dörr führte Bauamtsleiter Christian Berlin die verschiedenen Umsetzungsmöglichkeiten aus, welche es zu prüfen gelte.

Der Fraktionsvorsitzende Fabian Berger dankte zum Abschluss des Vor-Ort-Termins Florian Dörr: „Ein interessanter Einblick, der wichtig war, damit wir uns als Stadträte ein Bild davon machen können, welche Bedeutung dieses Aufgabengebiet hat.“ Bei der anschließenden Fraktionssitzung nutzten die Mitglieder der CDU-Fraktion die Chance, die aktuellen Themen des Stadtbauamts mit Christian Berlin zu diskutieren. Mit einer Vielzahl von laufenden und anstehenden Baumaßnahmen zeige das Stadtbauamt seine Leistungsfähigkeit, stoße aber auch an die Grenzen der vorhandenen Ressourcen.

Der gerade in der letzten Zeit immer wieder kritisierte Flächennutzungsplan 2030 war ein weiteres Thema, welches in der Sitzung besprochen wurde. „Wir stehen hinter dem Flächennutzungsplan 2030“, war die einhellige Meinung der anwesenden Fraktionsmitglieder. „Es ist wichtig, dass wir für die Zukunft die Grundlage schaffen, neue, interessante Baugebiete zu erschließen, wenn dies nötig wird“, so Mischa Kuhn.

„Heute kann niemand sagen, welchen Bedarf es in der Zukunft geben wird, aber es ist unsere Aufgabe, die Grundlage zu schaffen, dass man auch in Zukunft bedarfsgerecht Baugebiete ausweisen kann. Das sind wir den nachfolgenden Generationen schuldig“, ergänzte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Uwe Berberich.

Auch in Zukunft müsse das Ziel der Innenverdichtung weiterverfolgt werden. Man müsse sich jedoch auch klar machen, dass Innenverdichtung, beispielsweise durch die Schaffung neuer Wohnquartiere durch Abriss, nicht schnell erfolgen kann, sondern ein langfristiges Konzept sei. Kurzfristige Innenverdichtung durch das Kaufen und die Sanierung von Altimmobilien im Innenbereich sei für die möglichen Bauherren mit hohen Kosten, oft mit Auflagen und vielen Kompromissen verbunden, wozu nicht jeder bereit sei.

„Wir müssen beide Konzepte für die Zukunft verfolgen, die Förderung und Forderung der Innenverdichtung, aber auch die Schaffung möglicher Baugebiete, um Walldürn für uns und unsere nachfolgenden Generationen liebens- und lebenswert zu gestalten und für jeden den richtigen Fleck zum Wohnen zu bieten“, so Fabian Berger.

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