Walldürn

Theater im Kindergarten Polizist und Schauspielerin traten auf / Kleine Zuschauer hatten viel Spaß

Kinder brachten Zebra sicher nach Hause

Archivartikel

Walldürn.„Vorschulkinder“ und „Erstklässler“ müssen vor oder ab der Einschulung auf die besonderen Herausforderungen im Straßenverkehr – insbesondere auf dem Weg zum Kindergarten beziehungsweise in die Grundschule – vorbereitet werden.

Landesweite Aktion

Das verkehrspädagogische Theaterstück „Das kleine Zebra – die etwas andere Verkehrserziehung“, das von der landesweiten Verkehrssicherheitsaktion „Gib acht im Verkehr“ als gemeinsames Projekt von Polizei und Unfallkasse Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Verein „WIR – Kultur in Bewegung“ angeboten wird, soll und will mit dazu beitragen, Unfälle von Kindern und Jugendlichen im Straßenverkehr zu vermeiden und die Kinder und Jugendlichen zu einem verkehrsgerechten Verhalten auf dem Weg in den Kindergarten beziehungsweise in die Schule zu erziehen. So nun auch am Montagvormittag bei einer Aufführung dieses Theaterstücks „Das kleine Zebra – die etwas andere Verkehrserziehung“ bei angenehmen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein im Freibereich des Kindergartens „St. Marien“ für 24 Vorschulkinder und 23 Kindergartenkindern des Kindergartens und deren Erzieherinnen.

Hauptakteure bei der Aufführung dieses 45-minütigen verkehrspädagogischen Theaterstückes am Montagvormittag waren Polizeihauptmeister Rico Steiner von der Polizeidirektion Mosbach und die „Zebra-Schauspielerin“ Sarah Gros des Vereins, die es in hervorragender Weise verstanden, die Kinder durch Fragen oder bewusst falsches Vormachen aktiv in das Theaterstück einzubinden, Reaktionen bewusst zu provozieren so und richtiges Verhalten im Straßenverkehr auf dem Weg zum Kindergarten gemeinsam zu erarbeiten.

Wer die Kinder erlebte, wie sie schon nach kurzer Zeit im Stück integriert waren und voller Begeisterung mitfieberten und mit bangten, dass das Zebra ja nicht zum falschen Zeitpunkt und unachtsam auf die markierte Straße lief, der konnte feststellen, dass diese Form der Verkehrserziehung bei den Kindern wirklich ankommt und den Kindern nachhaltige Eindrücke vermittelt.

Inhaltlich im Mittelpunkt dieses verkehrspädagogischen Theaterstück-Projekts stand das kleine Zebra, das im Zirkus Pimpernelli zusammen mit seinen Zebraeltern die Attraktion ist, sich allerdings verlaufen hat und nun seinen Zirkus nicht mehr findet.

Wissen spielerisch vermittelt

Da kommt ein Polizist, den das Zebra natürlich auch nicht kennt, und bietet Hilfe an. Auf besondere, spielerische Art lernt das Zebra dann mit Unterstützung der Kinder und des Polizisten das richtige Verhalten auf dem Gehweg, am Zebrastreifen, an der Ampel.

Durch stetiges Fehlverhalten fordert das Zebra die Kinder auf, einzugreifen und zu korrigieren. Im Verlauf der Geschichte lernen die Kinder mit dem kleinen Zebra die Lieder „Links, rechts links!“ und „rote, grüne Ampelmännchen!“ und helfen schließlich dem kleinen Zebra zurück zum Zirkus.

„Dürfen Fußgänger ohne zu schauen auf die Straße laufen?“ „Wie funktioniert eine Ampelschaltung?“ „Und wozu ist eigentlich ein Zebrastreifen da?“ – Bei dem Theaterstück halfen ein Polizist und die Kinder einem verirrten Zebra, sich im städtischen Straßenverkehr zurechtzufinden. Und bei dieser Aufführung gab es bewusst keine Barrieren zwischen Zuschauern und Akteuren. Vielmehr band das Zebra die Kinder immer wieder in das Theaterstück mit ein und provozierte dabei immer wieder durch bewusstes Fehlverhalten, dass die Kinder lautstark eingriffen und die vom Zebra gemachten Fehler korrigierten. Außerdem konnte die Kindergartenkinder dabei lernen, dass Polizisten Helfer und im Notfall vertrauenswürdige Ansprechpartner sind.

Erzieherin Jennifer Boxheimer, die bereits zu Beginn der Aufführung in Vertretung der an diesem Tag verhinderten Kindergartenleiterin Monique Janosch die Begrüßung durchgeführt hatte, überreichte am Ende dieses Stückes auf der „Freilichtbühne“ zusammen mit einem Kindergartenkind den beiden Hauptakteuren PHM Rico Steiner und Schauspielerin Sarah Gros vom Verein „WIR – Kultur in Bewegung“ in Verbindung mit Dankesworten für die von beiden gezeigten hervorragenden und begeisternden schauspielerischen Leistungen namens des Kindergartens ein kleines Dankes- und Anerkennungspräsent. ds

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