Walldürn

Ausschuss für Technik und Umwelt Vor-Ort-Termin am Walldürner Friedhof

Kein Platz für neue Parkplätze

Archivartikel

Walldürn.Zu einem Vororttermin trafen sich die Mitglieder des Ausschusses für Technik und Umwelt des Walldürner Gemeinderates am Montagnachmittag vor Beginn der öffentlichen Sitzung am Friedhof, um dort einige anstehende wichtige Punkte zu besprechen und hierbei einige derzeit neuralgische Punkte und örtliche Begebenheiten zu besichtigen.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Markus Günther befasste man sich noch einmal eingehend mit dem von der DCB-Gemeinderatsfraktion im Verlauf der in der Gemeinderatsitzung im Oktober beantragten Einrichtung von zusätzlichen Parkplätzen vor dem Friedhof im Auerbergweg links von der Miltenberger Straße/Kreuzweg kommend zwischen dem dort unter Naturschutz stehenden Baumbestand in naturgerechter Ausgestaltung.

Wie die DCB-Gemeinderatsfraktion in ihrem damaligen Antrag begründet hatte, sei immer wieder zu beobachten, dass bei Beerdigungen die vorhandenen Parkplätze nicht ausreichen würden und vor allem die teilweise älteren Teilnehmer bei Beerdigungen oft erhebliche für sie beschwerliche Strecken in Kauf nehmen müssten. Durch die Maßnahme könnten nach Ansicht der DCB-Gemeinderatsfraktion bis zu zehn zusätzliche Parkplätzen geschaffen werden.

Bäume unter Naturschutz

Wie nun der Vor-Ort-Termin ergab, ist es – so die Meinung vonseiten des Städtischen Bauamtes und der dabei für dieses Projekt zuständigen Sachbearbeiterin Heike Schubert – aufgrund der dort als Naturdenkmäler unter Naturschutz stehenden Bäume und des dadurch einzuhaltenden Mindestabstandes von vier Metern rund um jedes Naturdenkmal sowie aufgrund der im Straßenbereich des Auerbergweges doch sehr engen Straßenführung nicht möglich, mehr als ein oder zwei zusätzliche Parkplätze zu schaffen, soll die Verkehrssicherheitspflicht dort auch weiterhin gewährleistet sein.

Nach kurzer Diskussion war man sich deshalb einig, von der Schaffung weiterer neuer Parkplätze in diesem Bereich Abstand zu nehmen.

Auch die Erwägung der Schaffung weiterer Parkplätze im Bereich des im östlichen Bereich des Friedhofes gelegenen Kreuzweges oder im Zweierblock angeordneter und durch Parkmarkierungen ausgewiesener Parkplätze unterhalb des Böschungsbereiches zwischen Friedhofskapelle und Auerbergweg wurde als nicht sinnvoll und deshalb denn auch negativ beschieden.

Schadhafte Freifläche

Nächster Besichtigungsort war die Freifläche vor der Leichenhalle auf dem Friedhof, die von der DCB-Fraktion in der Januarsitzung des Gemeinderates als desolat und dringend erneuerungsbedürftig bezeichnet worden war.

Wie Heike Schubert aufzeigte, weist derzeit vor allem der Plattenbelag im Einfahrtsbereich zum Leichenhallenbereich hin zum teilweise stärkere Beschädigungen bedingt durch den dort verstärkten Fahrzeugverkehr, aber daneben auch in geringerem Maße auch in Platten-Randbereichen auf. Davon konnten sich die ATU-Mitglieder ein umfassendes Bild machen.

In der Folge diskutierte man über Lösungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Situation und beauftragte dann die Verwaltung, möglichst umgehend Planvorlagen zur Verbesserung zu erarbeiten und diese dem Ausschuss beziehungsweise dem Gemeinderat in einer der nächsten Sitzungen vorzustellen. Auf Anfrage eines Ausschuss-Mitgliedes wurde von der Verwaltung mitgeteilt, dass seit Beginn der Corona-Pandemie die von der Stadt auf dem Friedhof zur Verfügung stehenden Gießkannen aus Sicherheitsgründen entfernt wurden.

Eingehend inspiziert wurden noch die Pflasterwege im neueren Teil des Friedhofareals, die sich derzeit zum Teil in einem recht desolaten Zustand befinden und bedingt durch das Rausbrechen von einzelnen Pflastersteinen oder Teilen teilweise echte Stolperfallen darstellen. Wie die Führung deutlich machte und mehrmals auch von verschiedenen Mitgliedern festgestellt wurde, sei hier dringend Handlungsbedarf erforderlich.

Planungen laufen

Von Seiten der Verwaltung sei man bereits seit geraumer Zeit planerisch darum bemüht, eine sinnvolle Lösung des Problems zu eruieren und im Erfolgsfall dann eine Lösung vorzustellen und diese dann umzusetzen. ds

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