Walldürn

Am Karl-Ernst-Gymnasium

Karriereberatung mal anders

Archivartikel

Amorbach.„Schön, dass es dich gibt.“ Mit dieser Aufschrift auf einem kleinen Kärtchen, das sich auf dem Sitzplatz jedes Schülers befand, wurde die neue Q 11 am Karl-Ernst-Gymnasium vom „Mein mutiger Weg“-Team begrüßt. Die vierstündige Veranstaltung von Pascal Keller und seinen zwei Kollegen wurde für die Oberstufenschüler als Berufsfindungsseminar angemeldet.

Allerdings distanzierte sich die Gruppe bereits in den ersten Minuten von herkömmlichen Vortragsmethoden und machte klar, dass sie den Schülern nicht stundenlang Studiengänge vorstellen werde, sondern mit ihnen gemeinsam an ihrer Zukunft arbeiten möchte. Das Ziel war es, mit dem Charakter und der Persönlichkeit jedes einzelnen Schülers Möglichkeiten für dessen Berufswahl zu finden.

Dafür erhielt jeder Teilnehmer einen Fragebogen. Mit dessen Hilfe sollten sich die Schüler ihre persönlichen Stärken herausarbeiten. Die meisten waren über ihre eigenen Ergebnisse überrascht, vor allem dann, wenn sie diese mit einem Partner ihrer Wahl besprachen und dieser sie vielleicht auf weitere Stärken aufmerksam machte. Während sich die Schüler besprachen, wurden sie, mit entspannter Musik im Hintergrund, ständig von den „Mutmachern“ betreut. Nachdem sich die Q 11er schließlich ihrer Fähigkeiten bewusst geworden waren, bestand ihre nächste Aufgabe darin, ihren Traumjob-Korridor zu finden. Hierbei sollten alle die für sie passenden Berufsfelder eingrenzen und schlechter geeignete Bereiche ausschließen. Als Hilfestellung hierfür arbeiteten die Schüler mit zehn vorgefertigten Skalen, bei denen sie angeben sollten, wo ihre Interessenschwerpunkte für ihre Zukunft liegen, zum Beispiel Arbeit mit Menschen oder Maschinen, selbständig oder angestellt. Zudem wurde den Schülern erklärt, dass gute Noten zwar ein wichtiges Fundament für die zukünftige Kariere bilden, diese jedoch nicht der alleinige Schlüssel zum Erfolg sind. Viel wichtiger ist, laut dem dreiköpfigen Team, das Vertrauen in sich selbst, so dass man problemlos durch den Arbeitsalltag kommt und letztendlich glücklich wird. Wie man sein Selbstvertrauen stärkt, erfuhren die Schüler auch: Nicht, indem man den anderen klein macht, um selbst groß dazustehen, sondern, indem man dem andren Mut zuspricht und ihn bestärkt. Dieses Gefühl bekommt man dann vielfach zurück. Im letzten Teil des Vortrags durften sich die Schüler mit ihren Träumen und Zielen befassen. Bei der gemeinsamen und finalen Besprechung machten die Mutmacher noch einmal deutlich, dass es wichtig ist, sich Ziele zu setzen und dass man mutig sein muss, um seine Träume zu verwirklichen.

Emre Altinova, Q12

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