Walldürn

Walldürner Kulturdenkmal Friedenskapelle wird 100 Jahre alt / Aus Dankbarkeit erbaut

Kapelle ist ein richtiges Kleinod

Archivartikel

Ein Walldürner Kulturdenkmal wird in diesem Jahr 100 Jahre alt. Die Friedenskapelle wurde 1919 erbaut.

Walldürn. Die Friedenskapelle in der Würzburger Straße wird in diesem Jahr einhundert Jahre alt. Erbaut wurde das Walldürner Kulturdenkmal 1919 von Oscar Stalf und seiner Frau Emmy aus Dankbarkeit über eine gesunde Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg.

Die Innenausstattung stammt von Künstlern aus dem Münchner Raum. Auffallend sind der achteckige Grundriss, die runde Apsis und das Dachreitertürmchen. Vier Rundbogenfenster mit den Heiligen: Antonius von Padua, Konrad von Parzham, Walburga sowie Judas Thaddäus und die Rundbogentür lassen das Innere der Kapelle hell erleuchten.

Über dem Altar ist die Abbildung der Heiligsten Dreifaltigkeit mit dem gekreuzigten Jesus in der Mitte dargestellt. „Am 9. Juli 1953 wurde diese Kapelle dem Erzbischöflichen Kinderheim St. Kilian zur Pflege für ewige Zeiten übereignet“, so lautet die Inschrift in Sandstein gehauen.

Mittlerweile ging die Kapelle in die Obhut der katholischen Kirchengemeinde St. Georg über. Seit nunmehr zwanzig Jahren pflegt bis heute das Walldürner Ehepaar Otto und Annemarie Neubauer dieses Kleinod mit der kleinen Außenanlage und beide haben in dieser Zeit sehr viel Herzblut und Engagement eingebracht.

In den Jahren 2001 bis 2002 wurde die Friedenskapelle auf Initiative von Otto Neubauer zusammen mit weiteren Helfern und durch die finanzielle Unterstützung von Walldürner Betrieben innen und außen vollständig restauriert. Im Rahmen der diesjährigen Radwallfahrt am Samstag, 7. September, findet vor der Abfahrt der Radler um 9.45 Uhr ein kleiner Festakt zum 100-jährigen Bestehen der Friedenskapelle statt. Die Radtour steht traditionell unter dem Motto: „Rundfahrt für den Frieden“. (ac)

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