Walldürn

Tag des offenen Denkmals Bergkirche in Rippberg und Brunnenstube sind am 8. September geöffnet

Informationen zu Kirche und Wasser

Archivartikel

Zum Tag des offenen Denkmals am 8. September werden zwei Einrichtungen in Walldürn ihre Pforten öffnen: Den Besuchern werden interessante und informative Einblicke geboten.

Rippberg/Hornbach. Am Sonntag ist di Bergkirche in Rippberg von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Die kleine Kapelle am Hang des Marsbachtals am Ortseingang von Rippberg ist dem heiligen Sebastian geweiht und ein wahres kunst- und kulturgeschichtliches Kleinod. Von den Einheimischen wird sie kurz „Bergkirche“ genannt. Mindestens bis ins frühe 15. Jahrhundert lässt sich die wechselvolle Geschichte des kleinen Kirchleins zurückverfolgen.

Der Kirchenbau ist in Teilen sogar noch älter, darauf weisen Fresken aus der Mitte des 14. Jahrhunderts hin. Eine echte Rarität ist auf der Empore der kleinen Kapelle zu finden, dort steht der älteste, noch erhaltene Orgelprospekt Badens. Die Orgel wurde 1683 von dem Würzburger Orgelbauer Nikolaus Will hergestellt.

Warum das altehrwürdige Stück heute nicht mehr gespielt werden kann, wird im Rahmen der Führung verraten. Es ist keine Anmeldung nötig.

Treffpunkt: am Eingang zum Friedhof der kleinen Kirche, Zufahrt über die Alte Steige in Rippberg.

Unter dem Motto Brunnen-Mühlen-Pumpen wird am 8. September um 14 Uhr die Wasserversorgung in einem typischen Odenwaldtal thematisiert. Auf dem Programm steht die Besichtigung einer historischen Lambachpumpe und der Brunnenstube des Mobrunnens.

Im Mittelpunkt dieser Erkundungstour von Geopark-Vorortbegleiter Erik Enders zum Thema Wasser stehen die komplexen Zusammenhänge von Geologie und Wasserversorgung im Hornbacher Tal. Die Höhenorte Groß- und Kleinhornbach waren schon immer schlecht mit Wasser versorgt. Zu wenige und zu schwache Quellen, steigende Bevölkerungszahlen und eine zunehmende Tierhaltung stellten die Wasserversorgung zunehmend in Frage. Eine für den Buntsandstein-Odenwald typische Situation.

Mit komplizierten Pumpsystemen ging man dazu über, das Wasser aus den Tälern in die Höhe zu pumpen. Im Rahmen dieser Führung wird die Situation anhand des Fallbeispiels „Lambachpumpe“ aufgezeigt.

Zu Beginn besteht die Möglichkeit einen Blick in die Brunnenstube des Mobrunnens zu werfen, er steht in direkter Verbindung zur Lambach-Pumpe, die mit Hilfe eines ausgeklügelten Mechanismus und durch den Eigendruck des Wassers das Trinkwasser in die Höhenorte gepumpt hat.

Julian Bauer erklärt sehr anschaulich mit Hilfe modernster Technik die faszinierende Funktionsweise des guten, fast hundert Jahre alten Stücks. Darüber hinaus sind auch die Kulturgeschichten des Tals ein zentrales Thema der Führung. Dauer: 2,5 Std. Keine Anmeldung zur Führung möglich.

Treffpunkt: um 14 Uhr am Parkplatz am Jugendzeltplatz im Hornbacher Tal zwischen Walldürn und Hornbach.

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