Walldürn

Kreisjägervereinigung Jungtiere vermehrt gerissen

Hunde an die Leine

Archivartikel

Neckar-Odenwald-Kreis.Rehkitz und Junghase vertrauen in diesen Wochen auf ihre tarnende Fellzeichnung und den noch nicht ausgebildeten Körpergeruch. Sie fliehen nicht vor einer Gefahr. Stattdessen bleiben sie regungslos und geduckt liegen und hoffen, nicht entdeckt zu werden. Doch immer wieder kommt es zum Riss von Jungtieren durch nicht angeleinte Hunde. Üblicherweise dann, wenn beim Tier bei aufgenommener Witterung von Wild, der angeborene Jagdtrieb durchbricht. Die Kreisjägervereinigung Buchen appelliert deshalb an die Hundebesitzer, während der Aufzuchtzeit von Jungwild, die noch bis etwa Mitte Juli dauert, beim Spaziergang im Wald und auf dem Feld auch folgsame Hunde an die Leine zu nehmen. Kreisjägermeister Dr. Henner Heitmann aus Walldürn macht deutlich: „Das Jagd- und Wildtier-Managementgesetz schreibt vor, dass Hunde in Feld, Wald und Flur verlässlich im Einwirkungsbereich ihres Halters bleiben müssen. Verstöße stellen eine Ordnungswidrigkeit dar. Auf Nummer sicher geht, wer seinen Hund freiwillig anleint.“

Und es gilt ein weiterer Grundsatz. Wo immer sie ein Kitz oder einen Junghasen finden: Das Tier ist nicht alleingelassen oder verwaist. Deshalb die Jungtiere unter keinen Umständen anfassen oder gar mitnehmen: „Sollte hingegen ein verletztes Jungtier angetroffen werden, informieren Sie am besten den zuständigen Jäger oder den zuständigen Hegeringleiter.“ Kontakte sind unter www.kjv-buchen.de) veröffentlicht. hape

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