Walldürn

Leserbrief Zum Artikel „Kirchengemeinden sollen fusionieren“ (1. September)

„Gott hat sich für Walldürn entschieden“

Im Erzbistum Freiburg werden die 224 Seelsorgeeinheiten zu 40 neuen Pfarreien zusammengelegt. Für sie wird es im Jahr 2030 noch etwa 240 Priester geben, also durchschnittlich sechs Priester für eine Pfarrei. Unsere neue Pfarrei wird fünf Seelsorgeeinheiten umfassen. An der Pfarrgemeinderatswahl 2020 nahmen teil: 1069 Wähler in Hardheim und Höpfingen, 1033 Wähler in Walldürn, 869 Wähler in Buchen, 694 Wähler in Adelsheim, Osterburken und Seckach und 420 Wähler in Mudau.

Das Herz der Pfarrei ist ihre Pfarrkirche.„Die Pfarrkirche des Märtyrers St. Georg in der Stadt Walldürn“ ist gemäß Bulle von Papst Eugen IV vom 31. März 1445 „in Ehren“ zu halten, „weil allda das wunderwerkliche Blut Christi in einem Corporale in der Form und Gestalt, in welcher Christus an dem Holze des gnadenreichen Kreuzes gehangen, auch mitmannigfaltigen Figuren der Veronika, erscheint“.

Bullen der Päpste Urban VIII vom 10. April 1624, Clemens XIII vom 29. April 1768, Pius IX vom 9. September 1864 und Leo XIII vom 10. Mai 1901 bestätigen dies. Pfarrkirche der neuen Pfarrei muss das „durch Gottes Eingreifen“ erwählte Gotteshaus in Walldürn sein. Diese päpstliche Basilika kann nicht zu einer Filialkirche von St. Oswald in Buchen degradiert werden. Eine solche Herabstufung wäre unvereinbar mit der von Papst Franziskus approbierten Instruktion zur Neuordnung von Pfarreien vom 30. Juni 2020.

Walldürn ist deshalb unbestreitbar das pastorale Zentrum der neuen Pfarrei. Durch das Kloster der Franziskaner-Minoriten in Walldürn mit fünf Patres ist 2030 die Seelsorge in den bisherigen fünf Seelsorgeeinheiten sichergestellt. In Buchen wird vermutlich noch ein Diözesanpriester seinen Wohnsitz haben, vielleicht als leitender Pfarrer der neuen Pfarrei. Alle Angehörigen unserer neuen Pfarrei haben Anteil am großen Ansehen und hohen Bekanntheitsgrad der Wallfahrtsstadt.

In ihre Pfarrkirche kamen im Laufe von 700 Jahren Millionen von Gläubigen. Hier zelebrierten die Kardinäle Lehmann, Meisner, Marx und Woelki sowie viele in- und ausländische Bischöfe. Sie ist das Ziel großer Fußprozessionen und wird jährlich von mehreren 10 000 Wallfahrern besucht. Gott hat sich für Walldürn entschieden. Sein Wille ist maßgebend.

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