Walldürn

Exkursion Schüler des KEG waren unterwegs

Einblicke in ein dunkles Kapitel

Archivartikel

Amorbach/Dachau.Als Erweiterung des Geschichtsunterrichts fuhren wiederholt zwei Klassen der Mittelstufe des Karl-Ernst-Gymnasiums mit drei Lehrkräften für zwei Tage nach Dachau, um dort das Max Mannheimer Studienzentrum und die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau zu besuchen.

Das Programm des Studienzentrums wurde von Max Mannheimer, einem Überlebenden des Holocausts, ins Leben gerufen, um Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, Einblick in das dortige grausame Geschehen zu nehmen. Nach einer fünfstündigen Busfahrt endlich angekommen beschäftigten sich die Schüler in Gruppen, welche von Teamern des Studienzentrums betreut wurden, mit Biografien ausgewählter Insassen, die zur NS-Zeit dort inhaftiert waren.

Auf dem Gelände des KZ

Später unternahmen sie, nachdem sie sich mit der Deportation und dem Weg der Häftlinge vom Dachauer Bahnhof zum Lager beschäftigt hatten, einen Spaziergang zum damaligen Gelände des Konzentrationslagers. Darauf wurde darüber gesprochen, welche Erwartungen die Schüler an die bevorstehende Besichtigung der Gedenkstätte am nächsten Tag hätten und der erste Tag somit abgeschlossen. Am nächsten Morgen machten sich die Schüler in ihren Gruppen auf den Weg zur nahegelegenen Gedenkstätte und besichtigten die Baracken, die Wirtschaftsgebäude und das Krematorium der Gedenkstätte.

Nachdenklich und bewegt

Gegen Mittag kehrten die Jugendlichen nachdenklich und bewegt, von den gesammelten Eindrücken des Schreckens, der vor über siebzig Jahren in den Gebäuden des Lagers herrschte, zurück ins Max Mannheimer Studienzentrum. Anschließend fand eine Nachbesprechung statt, die die Schüler wieder in ihren jeweiligen Gruppen führten. Insbesondere wurde darauf eingegangen, wie man mit diesen sensiblen Gedanken und Bildern umgeht, da heutzutage leider wieder auch viele unangemessene Bilder in Bezug auf Antisemitismus und Äußerungen dazu existieren. Mit diesem letzten Programmpunkt wurde der inhaltliche Teil der Fahrt abgeschlossen und die Heimreise angetreten. Lara Kittler

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