Walldürn

Ausschuss für Technik und Umwelt tagte Abwasserbehandlung stand auf der Tagesordnung

Ein Strukturgutachten wird erstellt

Archivartikel

Walldürn.Die künftige Organisation der Abwasserbehandlung war ein Thema bei der Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt im Walldürner Gemeinderat (ATU) unter dem Vorsitz von Bürgermeister Markus Günther Jugend- und Kulturzentrum „Ehemaliger Alter Schlachthof“.

Christian Berlin, Leiter des Stadtbauamtes der Stadt Walldürn, gab den Räten dabei Informationen zum Tagesordnungspunkt „Abwasserbeseitigung Altheim – Strukturgutachten zur künftigen Organisation der Abwasserbehandlung, Beauftragung der Verwaltung zum Abschluss einer vertraglichen Vereinbarung mit den beteiligten Kommunen über die Vergabe von Ingenieurleistungen“.

Wie er mitteilte, beabsichtigt die Stadt in Abstimmung mit der Unteren Wasserrechtsbehörde beim Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis, ihre künftige Organisation der Abwasserbehandlung zu überprüfen. Dies betrifft alle Kläranlagen in Walldürn und den Ortsteilen. Auch die bestehende Kläranlage in Altheim soll insoweit überprüft werden, ob eine Sanierung der Anlage oder eine Ableitung zu einem anderen Standort rechtlich möglich und wirtschaftlich ist.

Nachdem auch auf der bestehenden Kläranlage in Rosenberg und der Anlage in Eubigheim/Hohenstadt Überprüfungsbedarf besteht und diese in räumlicher Nähe zu Altheim liegen, sei eine wirtschaftliche Darstellung einer gegebenenfalls möglichen Ableitung nach Walldürn kaum erkennbar. Hier wäre nun neben der Sanierung der bestehenden Anlage eine Ableitung zu einer noch zu erweiterten Anlage nach Rosenberg zu prüfen.

Nach Gesprächen der beteiligten Verwaltungen von Rosenberg, Ahorn und Walldürn sei unter Federführung der Gemeinde Rosenberg ein entsprechendes Angebot für dieses Gutachten eingeholt worden. Das Angebot beinhalte: die Zustandsbewertung der bestehenden Anlagen, eine Variantenuntersuchung möglicher Ableitungstrassen, die Eruierung einer Ausbauvariante Kläranlage Rosenberg, sowie die Kostenschätzung. Die Gesamtsumme für alle drei Kommunen für das Strukturgutachten würde sich auf rund 90 000 Euro belaufen.

Nach Aussage des Landratsamtes bestehe die Möglichkeit einer Förderung über die Förderrichtlinie Wasserwirtschaft mit 50 Prozent. Das Strukturgutachten sei zwingende Voraussetzung für einen späteren Förderantrag für mögliche Baumaßnahmen.

Seitens der Gemeinde Rosenberg werde eine Vereinbarung über die Abwicklung und Finanzierung des Gutachtens durch die drei Kommunen vorbereitet. Die Verwirklichung der Untersuchung sei für das Jahr 2021 vorgesehen.

Um einen entsprechenden Förderantrag stellen zu können und um eine entsprechende Vereinbarung mit den beteiligten Kommunen treffen zu können, sei eine Beauftragung durch den Ausschuss für Technik und Umwelt notwendig. Die finanziellen Auswirkungen wären: Ausgehend von der Angebotssumme und einer möglichen Förderung von 50 Prozent würde bei den drei beteiligten Kommunen ein Eigenanteil von rund 45 000 Euro verbleiben. Die Aufteilung des Eigenanteils auf die Kommunen solle im Rahmen der noch zu erstellenden Vereinbarung geregelt werden. Die daraus resultierenden Kosten würden für den Haushalt 2021 eingeplant.

Der Ausschuss stimmte der Beschlussempfehlung einstimmig zu: „Die Verwaltung wird beauftragt, eine entsprechende Vereinbarung mit den Gemeinden Rosenberg und Ahorn zu treffen und die Kosten im Haushalt 2021 einzustellen“. ds

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