Walldürn

Konzert Musikverein Altheim begeisterte Zuhörer mit „80 Tönen um die Welt“ / Ehrungen verdienter Mitglieder

Ein musikalischer Höhepunkt jagte den anderen

Archivartikel

Altheim.„In 80 Tönen um die Welt“ – unter diesem Motto stand das Konzert des Musikvereins Altheim am Sonntag. Sowohl die Gesamtkapelle als auch die Jungmusiker boten ihrem Publikum einen musikalischen Höhepunkt nach dem anderen.

Vorsitzender Martin Sans zeigte sich in seiner Ansprache überwältigt vom Zuspruch der Bevölkerung, aber auch von den zahlreichen Gästen um Altheim herum. Die Kirnauhalle Altheim füllte sich innerhalb weniger Minuten.

Nach der Begrüßung durch Jungmusikerin Paula Kappes, stellten Leo Kappes und Paula Spiesberger ihr kleines Programm vor, das sie im Anschluss mit der Jugenddirigentin Corinna Sans darboten. Seit September 2018 befinden sich die Drei in der Ausbildung bei der Musikschule Walldürn. So standen sie nun mit dem Stück „Carillon“ von Kees Vlak zum ersten Mal auf der „großen“ Bühne, mit Tim Bischoff am Schlagzeug als Unterstützung.

Der Applaus war danach eine große Belohnung und Erleichterung. Bei ihrem zweiten Stück „Field General“ von Forrest L. Buchtel erhielten sie weitere Unterstützung von bereits erfahrenen Jungmusikern.

„Knaller“ zum Auftakt

Los ging es um die Welt mit der Gesamtkapelle und ihrem Dirigenten Harald Killian, die mit einem „echten Knaller“ ihr Konzert begannen: Mit der „Berliner Luft“ (Musik: Paul Linke, Arrangement: Stefan Schwalgin) versetzte der Musikverein Altheim die Zuhörer gleich am Anfang in großartige Stimmung.

Die Reise ging weiter nach Schottland. Mit „Highland Cathedral“ (Michael Korb/Uli Roever, Arr. Siegfried Rundel) wurde es ruhiger, besonnen in den Reihen des Publikums. Julia Killian, die wie gewohnt durch das Programm führte und den jeweiligen Stücken somit einen würdigen Rahmen verlieh, ließ das Publikum träumen von „von einem guten Glas Whisky und den einzigartigen Weiten der schottischen Highlands“.

Hans Hartwigs „Russisches Tagebuch“ versprach wiederum einen perfekt abgestimmten Wechsel von Dynamik und Tempo, welcher die Zuhörer hörbar begeisterte. „Adebars Reise“ von Markus Götz erzählte musikalisch die Reise der Störche, die über verschiedene Stationen reicht und schließlich in Afrika endet.

Eine perfekte Überleitung zum nächsten, allseits bekannten „Africa“ von D. Paich und J. Porcaro (Arr.Wolfgang Wössner) aus dem Jahr 1982.

Zahlreiche Ehrungen wurden in würdigem Rahmen von Martin Sans vorgenommen. Er sei stolz auf die Musiker, die „jahrelang ihr Talent dem Verein zur Verfügung stellen und ihr Wissen und Können“ den Jungmusikern vermitteln. Ausnahmslos zeichnen sich die Musiker aus durch Zuverlässigkeit, Tat- und Schaffenskraft.

Mitglieder geehrt

Geehrt für 15 Jahre aktive Mitgliedschaft wurden Julian Mechler und Julia Killian. 20 Jahre aktiv dabei sind Dominik Goisser und Fabian Mechler. Katja Emmert, Ralf Herkert, Alexander Kappes, Michael Kappes, Clemens Weber und Martin Weber konnten sich über die Ehrung ihrer 30-jährigen aktiven Mitgliedschaft freuen. 35 Jahre aktiv ist der Vorsitzende des Vereins, Martin Sans.

Zum Ehrenmitglied ernannt aufgrund seiner aktiven 40-jährigen Mitgliedschaft wurde Dirigent Harald Killian. Außerdem erhielt er durch den stellvertretenden Bezirksvorsitzenden des Blasmusikverbandes Tauber-Odenwald-Bauland Jürgen Fieger die Ehrennadel in Gold für 40-jährige aktive Tätigkeit im Dienste der Blasmusik.

Martin Sans gratulierte ebenfalls Hanna Sans und Pia Weber, die dieses Jahr das Leistungsabzeichen in Silber abgelegt haben.

Mit „Colorado River“ von Kees Vlak wurden die Zuhörer im zweiten Teil des Konzerts nach Übersee entführt. Ein Gänsehautmoment folgte schließlich mit der Solistin Michaela Bischoff und „California Dreamin’“ (Arr. Lothar Weber), deren Zauber sich das Publikum nicht entziehen konnte.

Großer Applaus

Mit Caribbean Summer (Luigi di Ghisallo) und dem krönenden, fulminanten Abschluss „Neue Welt“ von Alexander Pfluger sollte das Konzert und die 80 Töne eindrucksvoll ausklingen. Den lauten Zugaberufen wurde stattgegeben und mit „Sterne der Heimat“ noch einmal gute Stimmung verbreitet. Die Weltreise nahm ihr Ende in Altheim – mit langanhaltendem Applaus und einer weiteren Zugabe. dka

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