Walldürn

In der Nibelungenhalle Walldürn Konzert der „Jungen Philharmonie Neckartal-Odenwald“ / Jakob Spahn und Projektchor traten auf

Ein außergewöhnliches Klangerlebnis

Werke bekannter Komponisten bot die „Junge Philharmonie Neckartal-Odenwald“ unter der Leitung von Thomas Kalb bei ihrem Konzert, bei dem auch ein Projektchor auftrat.

Walldürn. Bei dem Sinfoniekonzert am Samstagabend in der Nibelungenhalle vor 250 begeisterten Konzertbesuchern standen Werke von Friedrich Gulda, Aaron Copland, Ludwig von Beethoven, Felix Mendelssohn Bartholdy und Jean Sibelius auf dem Programm. Thomas Kalb ist der ehemalige langjährige Generalmusikdirektor des Philharmonischen Orchesters der Stadt Heidelberg.

Die 57 jungen Instrumentalisten der Jungen Philharmonie setzen sich aus den Musikschulen Buchen, Eberbach, Mosbach und Walldürn zusammen. Das Konzert fand anlässlich der 1225-Feier der Stadt Walldürn statt.

Von Niveau beeindruckt

Bürgermeister Markus Günther sagte bei der Begrüßung, er sei immer wieder tief beeindruckt davon, welch hohes Niveau die Musikschüler bereits in jungen Jahren erreicht hätten und mit welchem Enthusiasmus sie an die Musik herangehen würden. Mit dem Ersten Solo-Cellisten der Bayrischen Staatsoper München, Jakob Spahn, und der Integration des Projektchores der Walldürner Chöre erwarte alle Besucher ein Konzert mit einem außergewöhnlichen Klangerlebnis.

Zu hören waren im Verlauf des Konzertes „Konzert für Cello und Blasorchester“ von Friedrich Gulda, „Fanfare for the Common Man“ von Aaron Copland, die Ouvertüre zu „Coriolan“ op. 62 von Ludwig van Beethoven, die Ouvertüre zu „Ruy Blas“ op. 95 von Felix Mendelssohn Bartholdy, sowie „Finlandia“ op. 26 von Jean Sibelius.

Den konzertanten Auftakt bildete das von einem 15-köpfigen Blasor-chester der Philharmonie dargebotene „Konzert für Cello und Blasorchester“ mit Jakob Spahn. Spahn ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe und Stipendiat der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker und Konzertreisen führten ihn bisher schon durch Europa, Asien und Amerika. Als Solist konzertierte er mit dem Wiener Concert-Verein, der Sinfonia Iuventus Warschau, der Russischen Kammerphilharmonie St. Petersburg oder dem Bayrischen Staatsorchester.

Musikalische Collage

Besonders beeindruckend bei der musikalischen Collage aus verschie-denen Musikstilen, dass das Cello im Verlauf der zu hörenden Musikpassagen als Solo-Instrument immer wieder Klischees aus der Blasmusik aufgriff und diese in virtuellen Meisterstücken verwandelte.

Nach der Pause überzeugte dann ein Bläseremsemble der Philharmonie mit der mit imposantem Bläser-Klangvolumen dargebotenen „Fanfare for the Common Man“.

In kompletter Besetzung präsentierte sich dann das 57-köpfige Orchester der Philharmonie mit seinen instrumental gut aufeinander abgestimmten und miteinander harmonierenden Nachwuchsmusikern mit „Coriolan“ op. 62 in der Tonart c-Moll von Ludwig van Beethoven. Nächster vom Gesamtensemble dargebotener Programmpunkt war die Ouvertüre zu „Ruy Blas“ op. 95 in c-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy. Beide Stücke überzeugten durch Harmonie und Virtuosität. Wie auch der letzte konzertante Punkt, bei dem das Gesamtensemble die symphonische Dichtung „Finlandia-Hymne“ op. 26 von Jean Sibelius präsentierte – und zwar in chorgesanglicher Begleitung eines Projektchores, der sich aus Sängern des MGV Sängerbund 1860 Altheim (Leitung Michael Wüst), des Singkreises Walldürn (Leitung Robert Schmeiser), des MGV „Frohsinn“ 1860 Walldürn (Leitung Michael Wüst) und der Chorgemeinschaft der Pfarrei Glashofen (Leitung Robert Schmeiser) zusammensetzte.

Vom Publikum gab es lange Beifallsbekundungen und „Standing Ovations“, ehe das Konzert mit einer Zugabe endete. ds

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